#297 Sänger Rumen Marinov: Bulgarischer Bauernjunge als Jesus
Shownotes
„Es ist eine große Ehre, diese Rolle zu interpretieren“, sagt Nachwuchs-Bassist Rumen Marinov. Bald singt er den Jesus in Johann Sebastian Bachs berühmter Johannespassion.
Als Sohn einer bulgarischen Hilfsarbeiterin war ihm der Weg auf die Klassikbühne nicht gerade in die Wiege gelegt. Aber er wurde im Schulchor entdeckt, nahm Gesangsunterricht und beeindruckt jetzt mit seinem wohltönenden Bass. Im tiefsten Innern fühle er sich oft noch immer als bulgarischer Bauernjunge, gesteht Rumen Marinov.
Aber indem er sich intensiv in seine Gesangsrollen einfühle, weite sich sein Horizont. Im Podcast erzählt er, wie die Musik ihm bei der Integration in Deutschland geholfen und ihm neue Welten erschlossen hat.
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00:00:04: Ja, also definitiv als Außenseiter.
00:00:07: Ich war ein dickerer Junge und ich wollte nicht Fußball mitspielen und ich dachte immer Können wir nicht über unsere Gefühle reden?
00:00:17: Nein!
00:00:18: Also ich wollte eigentlich ja immer über Unterrichtsstoffen und interessante historische Fakten, die wir im Unterricht genannt haben mich unterhalten und alle dachten sich so Können weh nicht über Autos oder Raun sprechen oder sowas.
00:00:28: Und ich dachte mir warum das denn?
00:00:31: Und es ist eine lange Reise gewesen und das wird sie bestimmt noch weiterhin sein, zu lernen.
00:00:37: Zu akzeptieren dass man gut ist so wie man isst.
00:00:45: Herzlich willkommen zur Himmel klar!
00:00:47: Host bin heute ich Hilde Regenieter und mein Gast der hat wirklich eine ganz besondere Mutmacher Geschichte mitgebracht vom vulgarischen Bauernjungen zum angehenden Opernstar nämlich herzlich Willkommen Roman Marinov.
00:01:00: toll dass du da bist.
00:01:01: Ja herzlichen Dank dass ich hier sein darf.
00:01:03: Gumen, du bist zwanzig Jahre alt in Bulgarien geboren und mit elf Jahren nach Deutschland gekommen.
00:01:08: Du bist im Schulkor als Gesangstalent entdeckt worden, hast dieses Talent ausgebaut und geschliffen an der Musikschule der Stadt Mönchengladbach.
00:01:16: Du hast schon deine ersten Konzerte als klassischer Bass-Solist hingelegt und singst bald auch den Jesus in Bachs Johannes Passion!
00:01:24: Und in diesem Sommer, da wirst du wieder die Aufnahmeprüfung an der Hochschule für Musiktheater und Tanz machen.
00:01:30: Warum?
00:01:31: Wieder erklären wir später jetzt erstmal vorab drei wichtige Fragen!
00:01:35: Die erste – was glaubst Du?
00:01:38: Das ist eine schöne Frage insofern weil sie auf das was du schon gesagt hast rückgreift und zwar glaube ich an das Gute in Menschen, an die Kraft, die in allen Menschen steckt Nicht nur Gutes und Schöpferisches, sondern auch Wunderbares und Geselliges zusammenzubringen.
00:01:58: Und zu wirken und eine gute Kraft in der Welt zu sein.
00:02:02: Ich finde gerade jetzt wo wir so viele Miesenachrichten teilweise bekommen und lauschen dürfen ist es schön wenn man das Gefühl hat, dass das alle Menschen oder mindestens sehr viele Menschen dadurch verbunden werden, dass sie etwas Gutes tun und wollen.
00:02:21: Was liebst du?
00:02:23: Ganz sicherlich die Musik!
00:02:24: Da muss ich nicht lange zweifeln bis sich anworte... Die Musik ist für mich nicht nur mein Leben sondern auch Wie soll ich sagen, ohne pathetisch zu klingen?
00:02:37: Ich weiß nicht wie er es genau gesagt hat.
00:02:39: Aber man hat gesagt die Musik die reicht schon leben aber ein Leben nicht nur die Musik.
00:02:44: Was hoffst du
00:02:45: wenn ich so ganz arrogant sagen dürfte oder was heißt arrogant eher egoistisch sagen dürfe?
00:02:51: ich hoffe dass sich meine Aufmerkprüfung wieder bestehl die ich jetzt antreten möchte und Wenn ich eine ernsthafter Antwort geben sollte dann hoffe ich das Menschen wieder zueinander finden.
00:03:06: Ich habe das Gefühl, dass die Gesellschaft immer mehr und immer intensiver gespalten wird und durch diese gute Kraft, die ich in allen Menschen glaube, hoffe ich, dass wieder Verbindung gezündet werden
00:03:24: kann.".
00:03:25: Roman Marinov ist da und wir sprechen darüber, wie man als Sohn einer ungelernten vulgarischen Hilfsarbeiterin überhaupt auf die Idee kommt, Opernsänger zu werden.
00:03:35: Und die ersten großen Schritte dahin ja auch schon getan hat.
00:03:40: tief in dir, dich eigentlich immer noch wie ein vulgarischer Bauernjunge fühlst.
00:03:45: Dabei sitzt du heute hier, sprich es geschliffenes Deutsch und da hält sich über Komponisten und Philosophinnen beherrscht ziemlich gut die Kunst der gepflegten Konversation.
00:03:56: aber deine ersten sieben Lebensjahre.
00:03:58: Die hast du tatsächlich in einem klitzekleinen Bulgarischen Dorfer gebracht bei deinen Großeltern.
00:04:03: Wo genau?
00:04:04: Und wie können wir uns dein Leben damals vorstellen?
00:04:07: Ja, zuerst vielen Dank für all diese wunderbaren Epitäten die du mir zuschreibst.
00:04:11: Und ja mein Heimatdorf Mauerrad befindet sich in der Donautiefebene in Bulgarien und dort habe ich gemeinsam mit meinen fälterlichen Großeltern wie du sagst den ersten sieben Jahren meines Lebens verbracht.
00:04:31: Es war ein schönes kleines Ich möchte fast Kokett sagen Gokettes Haus, vielleicht weiß meine Kindheitserinnerungen so festgehalten haben.
00:04:43: Mit ein paar Zubauten wo dann die Tiere gelebt haben und sehr viele Felder wo meine Großmutter ihre Gärten und andere Pflanzen Erzeugnisse pflegt um kein besseres vorzufinden.
00:05:00: Hat dir das Leben auf dem Land denn gefallen damals als Kind?
00:05:03: Ganz sicherlich.
00:05:04: Ich finde, das Leben auf dem Land ermöglicht einem so viel vor allem im Moment zu leben was ja den meisten Leuten fehlt etwas einfach ungeplant und aus dem Bauch herauszutun ohne ein Termin keiner zu erst schauen zu müssen.
00:05:23: Du hast mir erzählt, dass du damals durchaus Freunde hattest.
00:05:26: Spielkameraden auch wenn das Ganze sehr abgelegen war.
00:05:29: Problemen diese Spielkameraden waren die meisten Zeit in der Stadt und eigentlich nur den Ferien da.
00:05:35: Hast du dich in der restlichen Zeit einsam gefühlt?
00:05:38: Ich weiß nicht ob ich es als einsam bezeichnen würde.
00:05:42: Ich habe schon sehr um meine Freunde gelitten weil ich sie so wahnsinnig geliebt habe.
00:05:46: Weil sie für mich auch ein bisschen wie... die einzigen Kinder in meinem Alter waren, mit denen ich mich überhaupt unterhalten konnte.
00:05:58: Aber... Ich war auch zugleich von so viel Natur umgeben, dass ich mich nicht gänzlich einsam fühlen musste.
00:06:06: Ich meine, meine Großeltern waren auch da und sie waren meine Bezugspersonen als Kind Aber auch die Hoftiere und so banals klingt halt jeder kleine Insekt, den ich auf die Straße getroffen habe um mich unterhalten habe.
00:06:19: Ich habe als Kind tatsächlich eine große Karriere als Schmetterlingfänger gehabt.
00:06:24: Dein Laptop sagst du das war damals als Kind dein Fenster zur Welt?
00:06:29: Musst Du mal erklären?
00:06:30: Man muss sich vorstellen dass Bulgarien in früheren Zeit also späten Zeitausender und frühen zeitausendzena in diesem kleinen Dorf eine ziemlich geschlossene Welt war.
00:06:44: und dann kam eben diese Möglichkeit auf dem Internet zu greifen.
00:06:50: Und das ist ein Ort, wo ja Menschen aus aller Herren Länder irgendwas beitragen können und so waren meine erste Berührungen mit Plattformen wie YouTube und diverse Blogs usw.. für mich meine erste Schritte in eine sehr globale und sehr, sehr andere Welt als die Welt, die ich schon gewohnt war.
00:07:13: Es hat mir einfach die Möglichkeit gegeben mit anderen Augen zu sehen und zu
00:07:18: abstrahieren.".
00:07:19: Du hattest dieses Laptop bekommen damit du mit deiner Mutter, die immer schon als Arbeiterin in ganz Europa unterwegs war, damit du es mit der skype konntest?
00:07:28: Deshalb hattest du es ganz früh und das hat dir dann eben diesen Einblick gegeben.
00:07:32: Und bei einem Sänger, wie dir da frage ich mich natürlich welche Rolle denn überhaupt die Musik in deiner Kindheit gespielt hat?
00:07:39: Eine sehr große Rolle würde ich sagen.
00:07:43: meine Väterlöcher sowie meine Mütterlech-Familien sind sehr musikalisch.
00:07:48: Die Familie meiner Mutter sind bis heute Musiker und die Familie meines Vaters ist ja musikalische Affin Meine Urgroßmutter.
00:07:57: Er ist Bulgarischer Traditionssängerin und hat sehr, sehr lange Jahre in ganz vielen Kören gesungen.
00:08:04: Und an ganz vielen verschiedenen Wettbewerb teilgenommen und wurde tatsächlich als einer der schönsten Stimmen dann ausgezeichnet.
00:08:11: Mein Opa, Väterlicher sei es auch ein sehr guter Tänzer und auch einen Fire Vogel, wenn ich das so sagen darf, der die Musik immer mitten im Alltag gebracht hat.
00:08:23: Das klingt wieder so klischierhaft, aber so war mein Leben eben als wir dann im Feld waren mit meiner Großmutter.
00:08:28: Dann haben wir halt auch bulgarische Volkslieder gesungen zur
00:08:31: Feldarbeit.".
00:08:32: Das heißt du hast auch schon früh angefangen mit den Singen?
00:08:35: Und als du sieben warst da seid ihr vom Dorf in eine kleine Stadt umgezogen damit du in die Schule gehen konntest.
00:08:41: und du sagst du hast das von Anfang an sehr gerne getan zu schule gehen.
00:08:46: wie kam's?
00:08:47: Es war eben die natürliche Ergänzung und Entwicklung dessen, was ich schon mit dem Laptop vergesst gestellt hatte.
00:08:52: Und zwar das Abstraktion und Bereicherung des Wissens und des Weltblicks.
00:08:58: für mich einfach wunderbare Sachen sind, dass man dann in der Schule wirklich Erfahrungen mit Literatur auch wenn es keine Literatur war gemacht hat und dass man errechnen und addieren und was weiß ich... beigebracht bekommen hat.
00:09:14: und dass man da so viele andere Kinder hatte, die dann jederzeit da waren.
00:09:18: Und man nicht halt immer warten musste bis Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag umwahren, das die Freude wieder da sind und vor allem auch diese Möglichkeit gänzlich rumen zu sein!
00:09:31: Nicht ein Bauernjunge, nicht einen Schmetterlingfänger sondern einfach ich mit meinem Wissen
00:09:38: Und du sagst, du hast es wirklich schon als Grundschulkind geliebt vor anderen Kindern zu sprechen.
00:09:44: Hast Du vielleicht tatsächlich sowas wie einen Rampensau gehen?
00:09:47: Nenne ich das jetzt einfach mal?
00:09:49: Das
00:09:50: könnte man bestimmt über mich sagen!
00:09:53: Ich liebe es vor allem mit Menschen in Kontakt zu treten und wenn das auf eine Auf eine große Bühne stattfindet, dann werde ich es noch besser weil ich da noch mehr Menschen erreichen kann.
00:10:03: und so waren meine allerersten Vorträge in der Grundschule wie du sagst vielleicht die ersten Ausprägungen dieses Gehens.
00:10:11: Weil ich es ja so geliebt hatte einfach mit meinen Schülern zu... zu sprechen und ihnen was mitzuteilen, was sie vielleicht nicht wussten aber auch ihre ihr wisst uns so zu ergänzen.
00:10:23: Also ein bisschen habe ich mir das vorgestellt oder jetzt so deutlich ist heutzutage so ein bisschen wie die Philosophin im alten Griechenland in der Schule.
00:10:31: Es ist auch lustig, dass du gesagt hast mit deinen Schülern.
00:10:33: Das waren eigentlich deine Mitschüler!
00:10:35: Ja, das war jetzt nicht bewusst gemacht ne?
00:10:38: Es war ein Freutscherversprecher würde ich sagen und deine Gesangslehrerin jedenfalls die bescheine ich dir etwas, dass sie sagt, dass man wirklich nur bedingt lernen kann nämlich unbedingten Ausdruckswillen und musikalischen Instinkt Und das passt wahrscheinlich ganz gut zu dem was du da schon als Kind auch gezeigt hast.
00:10:57: Ich finde eben, dass es sehr gut beschrieben ist und sehr freundlich auch beschrieben.
00:11:02: isst dieser diese Wille unbedingt immer das zu sagen oder zu tun was einem am Herzen liegt.
00:11:13: Also eben Ausdruck zu verschaffen sich ausdruck Zu verschaffen.
00:11:18: Ihr seid dann ein paar Mal noch umgezogen, aber du bist eigentlich immer ganz gut klar gekommen an den jeweils neuen Schulen.
00:11:27: Aber dann als du elf warst da kam wirklich ein echter Cut!
00:11:31: Du bist nämlich zusammen mit deiner Mutter und deiner Großmutter weggegangen nach Deutschland gegangen.
00:11:37: Roman Marinov ist heute hier bei Himmel klar.
00:11:39: Er ist angehender Opernsänger mit vulgarischen Wurzeln.
00:11:42: und Roman, deine ersten Erinnerungen ans Ankommen in Deutschland sind Nieselregen am Flughafen Dortmund-Holzwickede Und ein allererster deutscher Snack mit Banane und Brezel.
00:11:54: Dann hast du erst mal zwei Wochen flach gelegen Mit einem dicken Infekt auf einer Matratze In eurer noch ziemlich provisorischen Unterkunft in Mönchengladbach Wo du bis heute wohnst.
00:12:03: Als du wieder gesund warst, konnte dein neues Deutsches Leben endlich richtig losgehen und zwar gleich am Gymnasium.
00:12:10: Und das obwohl du da erst ein einziges deutsches Wort wusstest – und das war Wurst!
00:12:18: Ja mein Gott ich hatte eine sehr behütete Kenntheit und die einzigen deutschen Medien, die konsumiert wurden, das waren eben die Würste daher auch das Wort.
00:12:29: für mich war es Wie soll ich sagen, fast ein schicksalshafter Einschnitt dieser Reise hierher.
00:12:39: Mein Onkel war kurz davor verstorben und das brachte meine Mutter auch zu der Entscheidung dass wir unbedingt endlich mal etwas besseres in unserem Leben brauchen.
00:12:49: und als ich dann in Dortmund ankam hatte ich mich schon krank gefühlt und ich hatte diesen ersten Snack der eigentlich sehr sehr sehr lecker war nur bisschen untypisch was Rheinland würde ich sagen.
00:13:01: An die zwei Wochen danach erinnere ich mich nur dunkel, muss ich gestehen.
00:13:05: Also ich erinnert mich nur an diese Matratze, die auf dem Boden lag also ohne irgendwelchen Bettgestell und ich legte mich hin und war wie du sagst erst mal flach.
00:13:15: Danach ging es zur Tagesordnung und das war wir müssen an der Schule finden und unsere Vermieter Das waren sehr sehr sehr liebe Leute ein thermidisches Ehepaar Und sie wollten zuerst es sich die Zähbeschule wie ihre Kinder besuche und da wurden wir aber abgewiesen.
00:13:32: Nicht weil Sie nicht wollten, sondern weil es ein anderes Prozedere gäbe was durch die Stadt Mönchengladbach eingeführt werden musste wo ich ein kleines Gespräch mit einem sein netten Herrn geführt habe und er sagte dann schauen Sie mal das Huyunkes-Gymnasium in Mönchengladbach reiht!
00:13:46: Das würde doch ganz gut zum Rum passen.
00:13:48: und dann hab' ich mich auch dort angemeldet und angefangen in Deutschland Schüler zu sein.
00:13:53: Ja, und wir müssen echt sagen du hast dich voll reingehängt.
00:13:56: Und Deutsch gebüffelt was das Zeug hält und ziemlich erfolgreich auch ab der achten Klasse sagst Du warst dann ein Vollwertiger in Anführungsstreichen Schüler In dem Sinne natürlich dass du dann wirklich auf Augenhöhe mit Mitschülerinnen und Lehrern Deutsch sprechen und schreiben konntest.
00:14:13: Wie schwer war das für Dich da hinzukommen?
00:14:16: Es war außergewöhnlich.
00:14:19: Außer gewöhnlich, weil ich in einem Land war.
00:14:23: Dessen Sprache ich nicht beherrschte und dessen Volk ich noch nie so gut kannte... ...und in einer Schule wo ich mich auch ein bisschen uninteressant gefühlt habe.
00:14:33: Dazu muss ich sagen im Bulgarien fahre ich schon immer sehr aufgefallen durch mein Intellekt oder durch meinen Vermögen in der Schule gute Noten zu schreiben.
00:14:42: Und hier gab es das nicht, weil er mich gar nicht... ...in Worte fassen konnte, weil ich die Sprache nicht beherrschte.
00:14:49: Und da kommt vielleicht nochmal das was wir schon zuvor gesagt haben ein unbedingter Ausdruckswille eine Passion teilzuhaben wenn man so möchte...die mir verholfen hat in ungefähr drei oder vier Monaten schon mal kleine Konversationen zu erhalten.
00:15:09: und dann nach zwei Jahren rigoröseres Lernen konnte ich dann endlich, wie du sagst in Anführungszeichen vollwertig mit meinen Mitschülern und meinen Lehrern mich unterhalten.
00:15:22: Es war aber auch ein schöner Weg für mich weil eine Sprache auch einer gewissen Mentalität suggeriert wenn sie sich nicht enthält und das war für mich auch eine Bereicherung die auch die deutsche Kultur mir nahe brachte Wie sprechen die Deutschen?
00:15:38: Wie denken die Deutschen nicht?
00:15:40: also man sagte im deutschen einen Planfassern oder sowas nicht.
00:15:45: Im Bulgarien hat man ganz andere Ausdrücke, also vielleicht auch über diese ganz nach Innen gewandte Psyche des Deutschen und das hat mir auch geholfen da mein Ort in Mönchengladbach im Rheinland zu finden.
00:15:58: Das hat ja mit dem Deutschen wirklich ziemlich gut geklappt, das hören wir hier die ganze Zeit.
00:16:03: Und tatsächlich hast du – wenn ich es richtig erinnere – Deutsch als Leistungskurs belegt und auch anderen dann sogar Nachhilfe in Deutsch gegeben?
00:16:11: War das für dich so was wie «Ich hab's geschafft» Momente?
00:16:16: Tatsächlich!
00:16:17: Deutsch war mein Leistungskurs mit Englisch zusammen.
00:16:20: Das war die allererste Spremsprache, die ich gelernt habe... Und Nahelfe habe ich auch deutschen Kindern in Deutsch gegeben.
00:16:28: Das ging sehr plakativ!
00:16:30: Ich weiß nicht, ob das der Moment war, wo ich mir dachte, ich hab's geschafft?
00:16:33: Ich glaube für mich war es eher nach dem Test im Darfunterricht, wo man wusste okay du musst nicht mehr zum Darf-Unterricht kommen
00:16:40: jetzt.
00:16:40: Da ist noch mal ganz kurz für alle die es vielleicht nicht wissen, Deutsch als Fremdsprache ne?
00:16:43: Ganz
00:16:43: genau und das war dann für mich der moment wo ich dann dachte und fühlte Mensch... ...ich habe jetzt einen Schritt in die richtige Richtung für meinen Schulleben getan.
00:16:55: Es war aber immer sehr ironisch, wenn ich dann meine Nachhilfewürste zu mir nach Hause bat und sie ankamen und dann haben wir die Deutschhefte aufgemacht und dann hieß es ja... Also wie interpretieren wir jetzt dieses deutsche Gedicht?
00:17:08: Und wie helfe ich dir, der ich aus einem kleinen Dorf in Burgarin komme
00:17:11: damit?!
00:17:14: Ja, so war das und tatsächlich hat die Schule den noch einen anderen Horizont eröffnet.
00:17:19: Und zwar in der Chor-Klasse!
00:17:21: Der Lehrer, der den geleitet hatte, der hat nämlich ziemlich schnell geschickt, dass du doch eine ziemlich gute Stimme hast ne?
00:17:26: Wenn man das so sagen darf tatsächlich... ...der Herr Nagel, der die Chorklassen immer noch im Hohe Huge & Christ Gymnasium in Mönchengladbach leitet, war der erste Person, den zu mir kam und sagte, hör mal Du kannst singen, du hast ein musikalisches Gefühl.
00:17:44: Warum tretest du nicht im Schulkor bei?
00:17:47: Und dann habe ich mir gedacht warum eigentlich nicht.
00:17:50: Ich habe nicht sonderlich viele Hobbys nach der Schule außer vielleicht vor dem Fernseher sitzen und glotzen und teilweise ein paar Videospiele zu spielen.
00:18:01: Man will sich auch aktiv in der Gemeinschaft einbringen dachte ich zu mir also tat' dich das!
00:18:06: Und das war für mich eine super Sache, weil ich dann plötzlich Kinder und Jugendlichen traf die gleichgesund waren in einem gewissen Sinne.
00:18:21: Die auch das Singen mochtern und die Musik mit denen wir einfach gerne gemeinsam Zeit verbracht haben.
00:18:27: Wir haben dann auch viele Probewoche einen gemeinsamen Verbrach den der Musik an der Schule und sind ein ziemliches Team gewesen.
00:18:36: Das heißt also... Der erste große Schritt zur Integration war, dass Deutsch lernen an sich und das Singen hat dann das nochmal vertieft.
00:18:43: Verstehe ich das richtig?
00:18:44: Das würde ich so sagen!
00:18:47: Ich glaube, dass das Singe als Akt Gemeinsamkeit aufdeckt und Geselligkeit schiftet.
00:18:55: Und wenn man eben nicht... Jetzt muss ich ganz vorsichtig einen Eindruck finden.
00:19:04: eine nicht von Anfang an vorhandenen Elemente in einer Gemeinschaft ist, dann braucht man ja auch vielleicht intensivere Wege um sich einzupflegen.
00:19:12: Und das war für mich eben das Musizieren.
00:19:14: dass ich dann auf erstmal noch vergleicht ein ganz kleines schulische Ebene merkte Ich kann mich dieser Gemeinschafter Schulchor einordnen
00:19:23: Und du hast dann ja immer wieder auch ganz schöne Rückmeldungen bekommen.
00:19:27: Herr Nagel hat den Anfang gemacht, dann gab es einen kanadischen Singer-Songwriter Paul O'Breen
00:19:33: heißt er glaube ich?
00:19:34: O'Brien!
00:19:34: O'brien danke und der hat Workshops bei euch in der Schule gegeben und hat gesagt aus deiner Stimme wird was.
00:19:41: Was hat das mit dir gemacht?
00:19:44: Die Erfahrungen die ich mit Paul gemacht habe sind vielleicht einige meiner teuersten Erinnerungen.
00:19:52: so ein wunderbarer und hell leuchtender Mensch habe ich selten getroffen, weil er einfach die Gabel hat aus dir das was ganz ganz tief schlummert rauszuholen.
00:20:04: Und bei mir war es eben diesen dieser Rampensau gehen wenn ich da rauf zurückkommen kann.
00:20:10: Ich sang dann für ihn einen Stück aus The King and I aus der Musiker von Rodgers & Hammerstein Und er sagte, ja das macht so wunderbar.
00:20:19: Aber schau mal das und das und dass und das kannst du auch noch dazu machen!
00:20:24: Das war auch mein erstes richtiges Solo-Konzert von einem Publikum.
00:20:27: Da gab es ein Publikums von Schülern, von Lehrer, von Eltern, von Freunden die da kamen und ich durfte einfach singen Getting to know you weil ich so sagte Ich wollte meinen Publikuum kennenlernen So banal als auch Klingen mag.
00:20:45: Als er dann sagte, du musst unbedingt Gesangsunterricht nehmen.
00:20:50: Hätte ich so ein Gefühl in mir, wow da glaubt jemand an etwas in mir was sich noch selber gar nicht geahnt habe?
00:20:59: Rumen Marinov.
00:21:00: der ist schon mit zwanzig Jahren auf dem besten Weg ein guter Klassik und Opernsänger zu werden Und einen sehr wichtiger Schritt dahin war Rumen als dich eine Freundin Damals, glaube ich, hattest du sogar in dem Workshop von den wir sprachen
00:21:13: kennen
00:21:14: gelernt.
00:21:16: Die hatte dich mit an die Musikschule der Stadt Mönchengladbach genommen.
00:21:19: Da warst du gerade mal vierzehn und du bist sofort mitten im Schuljahr als neuer Gesangsschüler aufgenommen worden?
00:21:25: Wie kam das?
00:21:25: Ja da zieht sich so eine kleine Nische mit Musical-Liedern Und zwar hatte mich meine gute Freundin dann zu ihrer Lehrerin mitgenommen und das war die Kölner Sobrenniste Nicole Fahrein, den ich bis heute unterrichtet.
00:21:41: Ich hatte mich dann hingesetzt in einem Unterricht.
00:21:43: Das war ein relativ kleiner Raum mit einem Stehklavier und ganz viele Bildern von Monet.
00:21:48: Daran erinnert mich noch ganz gut!
00:21:52: Sie sagen dann irgendeine etwas, woran ich mich nicht mehr erinnern kann... und als die Minuten sagte dann Frau Varein zu mir, wirst du nicht was um mich singen?
00:22:03: Und da hatte ich erst eine Aufnahme eines Pro-Tware-Musicers namens Warp Paint gehört.
00:22:11: Ich war so angetan von der Musik sehr jäsig und sehr glamourös, wenn man so möchte, so ein vierzeiger Jahre-Style war ich sehr angetaan davon und dann habe ich so ein paar Tag für sie gesungen und dann sagte sie ja schön das reicht mir!
00:22:25: Du bist jetzt mein Schüler.
00:22:27: Das war für mich natürlich der Hammer, weil ich ja gar nicht dachte dass sich da wirklich jede Werden Talent hatte.
00:22:36: Ich dachte okay die Leute sind nett zu mir und ich kann da im Chor gut singen aber das ist auch ein gemeinschaftliche Singe dann muss man nicht als List im Vordergrund stehen.
00:22:45: Und dann dacht er ja Paul Der wollte mich einfach in etwas bestärken was mir vielleicht einfach als Mensch auch gut tut.
00:22:52: Aber bei der Frauverein dachte ich Okay, die Frau meint es ernst.
00:22:58: Und damit warst du Gesangsschüler von heute auf morgen und tatsächlich konntest du am Anfang nicht mal Noten lesen?
00:23:05: Es gab also wirklich eine Menge zu lernen für dich in diesen Gesangsstunden.
00:23:09: was war da besonders wichtig?
00:23:11: Ich glaube besonders wichtig war alles Das notenlernen als solches.
00:23:17: nicht unbedingt das ist mir auch nicht besonders schwer gefallen.
00:23:21: Die Notenschrift wird mich zu erobern.
00:23:24: Es war einfach eine weitere Sprache, die ich einfach an meinen Gurt dann fest nagelte und dann war es dann gesagt okay jetzt kann ich Noten lesen.
00:23:31: Natürlich nicht so einfach aber so hatte sich für mich angefühlt.
00:23:35: das Wichtige war glaube ich eher diese erste wahrhaftige Begegnung mit klassischer Musik.
00:23:44: Hatte schon Opa gehört auch in einer Unterrichtsreihe von Herrn Nagel Und als sie dann über die Entführung aus dem Serial sprach und vom Mozart dachte ich mir, wow eigentlich eine ganz wunderbare Musik wenn das Shiji nicht besonders stark ist heutzutage.
00:24:02: Ich war schon angetan und dachte mir Musiktheater ist eigentlich ne ganz hohe Sache!
00:24:07: Dann durfte auch meine erste Aria lernen und es war ein Duett aus Judas Caesar in Ägypten von Händel Und da ich noch alt gesungen habe, also noch meine Stimme nicht zu Ende gebrochen war und ich ziemlich hoch sehen konnte, habe ich dann die Mutter gesungen.
00:24:25: Die Mutter eines kleinen Jungenen, die gemeinsam mit ihrem Sohn den Tod des Ehemannes und Vater beweint hat.
00:24:32: Das waren mir damals nicht so richtig klar – ich sprach gar nicht total ehemals – aber die Musik war so hübsch, dass ich mir dachte, Mensch, da will ich jetzt weitermachen!
00:24:40: Eine ganz allgemeine Frage zwischendurch.
00:24:43: Singen macht glücklich, sagen ja immer alle das ist auch sogar wissenschaftlich bewiesen, dass es sogar auch gesundheitlich gute Effekte erzielt.
00:24:52: Wie geht's dir persönlich?
00:24:53: Was macht das singen körperlich und seelisch mit ihr?
00:24:56: Wenn ich singe spüre ich meinen Körper nicht wirklich Im Sinne von.
00:25:01: Ich habe das Gefühl sich so ein bisschen Aus mir hinaus gehe Und so vor mich entschwebe.
00:25:07: Das würde ich jetzt attestieren.
00:25:10: Seelisch kann es alles mit einem machen finde ich.
00:25:14: Also es bereitet unglaublich große Freude, schöne Musik zu machen.
00:25:18: aber wenn man dann eine Figur verkörpern muss auf der Oper im Bühne dann muss man auch diese Figur völlig mit empfinden ob das jetzt der Wolfram von Eschenbach in den Dahäuser von Wagner wäre der den Abendstern besingt und ganz nachdenklich über Liebe und leben philosophiert oder ob man jetzt den Baukulus aus Lord Zings Wildschutz singt, der seine Fünftausend Taler unbedingt haben möchte.
00:25:48: Und sogar dazu bereit ist jemand dafür zu verkaufen.
00:25:52: Das alles muss man mitspüren und das kann einen manchmal auch davon abbrengen zu wissen, wer bin ich wirklich.
00:25:59: Vielleicht bin ich in diesem Sinne auch ein Method-Aktor weil ich meine Figuren gerne außerhalb der Bühne mit mir mitnehme und mit ihnen schwanger gehe damit ich sie mehr kennenlernen kann.
00:26:10: Dazu hilft auch auseinandersetzung mit Sekundärliteratur und so.
00:26:14: was Was singen machen kann ist dass man aber auch unglücklich ist wenn man versinkt oder sich denkt, wow das habe ich jetzt gar nicht machen wollen auf der Bühne.
00:26:26: Oder das hab' ich schon viel besser gemacht.
00:26:28: schon mal.
00:26:29: warum es diesmal nicht geklappt?
00:26:31: Während des Singens kann man schon reflektieren obwohl man's nicht unbedingt muss und dass können auch die Gesamtaufführung stören.
00:26:40: für einen deshalb versuche ich immer wenn ich auf der bühne bin nur im Jetzt Präsenz zu sein.
00:26:46: insofern ist Musik eine temporär begrenzte Kunst, weil ein Ton nur da ist wenn er zum ersten gesungen oder gespielt wird und dann ist er weg.
00:26:55: Und damit können wir nichts mehr tun.
00:26:56: deshalb müssen wir weitergehen.
00:26:57: Du hast ja eben erzählt wie begeistert du warst beim ersten Kontakt mit Opa mit klassischer Musik und du hast doch ziemlich schnell gemerkt im Musikunterricht mit deiner neuen Gesangslehrerin dass das wirklich was ist was dich triggert.
00:27:12: also du hast ganz ernsthaft in den Blick genommen das als berufliche Zukunft anzugehen und klassischem Gesang zu studieren.
00:27:22: Was hat denn eigentlich deine Mutter dazu gesagt?
00:27:24: Also dieser Hilfsarbeiterin aus Bulgarien, für die war das ja wahrscheinlich eine fremde Welt.
00:27:28: Ja, für sie war es der füllige Schock!
00:27:32: Meine Mutter wollte eigentlich nie dass ich ein Musiker werde.
00:27:37: Das war ja quasi ein Trauma aus ihrer Familie verblieben Dass sie nicht wollte, dass ihre Kinder etwas mit dieser Naja-abstrusenwelt zu tun haben, weil ja bügerische Volksmusikanten doch ein wenig unglamouröser leben als jetzt Maria Callas oder wer weiß ich dann.
00:27:57: Oder Anna Nertrebko zum Beispiel.
00:28:00: Für mich war es eigentlich quasi selbstverständlich, weil es so natürlich war.
00:28:06: Ich stand im Musikunterricht und ich dachte mir das will ich ein Leben lang machen die so liebevoll und wertschätzend mit einem umgehen kann, dass sie dann sagen kann.
00:28:21: Ich verstehe nicht warum und was du tun wirst und möchtest aber ich habe die Pflicht dich zu unterstützen und das werde ich auch tun und das hat sich auch gemacht.
00:28:34: Sie hat ohne sich dazu weigern das Musikschulgeld bezahlt und mich unterstützt und mein allererster und wahrscheinlich meinen allergrößter Fern geworden.
00:28:46: Dann muss man ein großes Kompliment an deine Mutter mal kurz hier loslassen, an dieser Stelle denn das auch ist sicher nicht selbstverständlich.
00:28:54: Ganz kurz erwähnt nochmal was du gerade auch schon gesagt hast Deine Stimme Du hast angefangen als Sopran Und bis heute Bass und hast zwischendurch zu Stimmbuchzeiten tatsächlich mal geschlagene vier Oktaven zur Verfügung gehabt und das ist glaube ich ziemlich außergewöhnlich.
00:29:11: Es ist auch so gewöhnlich, es ist vor allem für mich sehr schön gewesen weil ich alles mögliche singen konnte.
00:29:19: Mindestens dachte ich das!
00:29:21: Also dass die Qualität vielleicht nicht die allerbeste gewesen ist, das kann ich mir ja schon vorstellen aber... Aber für mich war es stimmlich einfach möglich ein hohes C und ein tiefes C zu singen und da gab es keinen Bruch zwischen.
00:29:34: also ich konnte meine Stimme ganz ganz geschmeidig über diese vier Oktaren positionieren.
00:29:41: Es war einfach eine Zeit, wo ich dann mit meiner Lehrerin alles Mögliche gemacht habe von alten Frauen bis jungen Prinzessinnen zu alten Männern und jungen Helden.
00:29:48: Also ne Wahnsinns-Bandbreite!
00:29:51: Und tatsächlich bist du auch schon eine ganze Weile vor dem ABH, dass Du nur mal kurz erwähnt, dass du im Jahr zwanzig mit einem Schnitt von eins, sechs geschafft hast... Bist du zum ersten Mal zur Musikhochschule nach Frankfurt gefahren und hast da einen Mann kennengelernt, der sich in die Reihe deiner, nennen wir sie mal Förderer-und-Metzehnen eingereitet
00:30:11: hat?
00:30:11: Das kann man gut so sagen.
00:30:13: Und das ist er bis heute geblieben?
00:30:15: Ja, ähm, seit Jahrtausendzwanzig war das, da war ich gerade mal siebzehn Jahre alt und ähm... Ich fuhr dann nach Frankfurt weil meine Lehrerin mir sagte Schau mal, wir haben diese Mail an die Musikschulen bekommen.
00:30:28: Dass es in Frankfurt ein Takt offen und Tür der Gesangsabhaltung gibt.
00:30:32: Fahrt doch mal dahin und schaue was das ist!
00:30:34: Du willst ja Gesang studieren?
00:30:36: Und was ich nicht wusste damals ist dass sie den Professor Thomas Hayer, der nicht heute kennenlernte schon kannte, als sie schon alte Bekannte waren also war es quasi einen Ein-Set up.
00:30:48: Ich fuhr dann also nach... Nach Frankfurt, das war mein Adidas-Mal an dem ICE.
00:30:53: Ich fühlte mich ganz wunderbar, dass ich in einem Schnellzug reisen durfte im Bulgarien-Sensitüge nicht so schön wie Deutschland möchte ich an der Stelle anmerken.
00:31:01: und ich kam dann an und ich war erst mal ein bisschen geflasht von der Stadt weil es eine große und vielfältige Stadt ist wenn ich dazu sagen darf.
00:31:11: Und dann fand ich meinen Weg zu der Musik Hochschule in Frankfurt und ging da hinein und ich sah einen Herrn Gemeinsam mit einer jungen Dame dort sitzen und ich ging zu ihnen und fragte Entschuldigung, Ich bin der Rummarienhof.
00:31:26: Ich bin heute für den Tag auf einem Tür da.
00:31:29: Ich muss bzw.
00:31:31: will dem Herrn Hayer vorsingen.
00:31:32: Wo finde ich ihn?
00:31:34: Und der Herr lächelte mich an und fragt wen wollen sie vorsingen?
00:31:40: und nichts bemerkend fing ich dann nochmal zu erzählen.
00:31:43: Ich war so und ich will bei ihm und dem vor singen.
00:31:47: Die junge Dame hat die ganze Zeit mit ihrem Daumen quasi zu ihm gezeigt.
00:31:50: Also sie deutet ihn mir schon an, das ist er!
00:31:53: Das ist mir dann auch nach dem dritten Mal erklären aufgefallene Art, mich auch schon ein bisschen aufgedreht.
00:31:59: und dann merke ich ach Sie sind ja also ganz unbeholfen.
00:32:05: und ja ja ich bin es.
00:32:06: und dann fragt der Ja wer schickt sie denn hierher?
00:32:08: Und dann sagt sich ja die Frau Verein aus Mönchengladbach und ach aus meiner Heimat kommen sie kurz am Rande erwähnt, der Herr Hayer kommt aus Waldnil was sehr nah bei Mönchengladbach liegt.
00:32:18: Und dann sagte ich ja und ich würde gerne Ihnen das und dass vorsägen.
00:32:22: und dann sagt Ich habe Wagen und Schubert mitgebracht und dann sagte er das Gesamtwerk dann Es waren natürlich zwei Aarien.
00:32:29: Das war mal die erste Begehung mit ihnen und ich mochte ihn schon an.
00:32:33: Dann musste ich kurz warten bis sich dran war und ich ging hin.
00:32:36: Ich hatte mein einzigen damals Anzug an wenn.
00:32:39: ich hatte einen grünen Anzug den bis heute noch sehr selbe, weil grün für mich auch eine Lieblingsfarbe quasi ist.
00:32:48: Und ich ging hinein, ich schädte mich mal hervor und dann gab ich den Pianisten meine Noten.
00:32:53: und dann sah eigentlich vor und ich habe vorgesungen aus dem Tanhäuser die Romance des Wolfram von Eschenbach also Oh du mein Holder Abendstern Eine Aria, bei der manche Leute sagen eigentlich viel zu jung mit siebzehn und so was vorzusingen.
00:33:08: Wahrscheinlich stimmte das auch.
00:33:10: ich glaube nicht dass ich es damals bühnenrei vorgetragen habe.
00:33:13: Ich habe ihn dann Zeitfrasen vorgesungen noch nicht die richtige aria quasi das areoso Dass die kleine aria davor.
00:33:23: Und dann sagt er mir zu mir ja stopp Das reicht mir schon.
00:33:26: und dann Dann nahm jetzt ein händi raus und rief jemand an Dann haben wir kurz noch mal drüber gesprochen.
00:33:32: Ja, wer sind sie?
00:33:34: Was wollen Sie?
00:33:35: Was treibt sie so
00:33:36: an?".
00:33:37: Und dann kam ein Student von ihm reingestürmt bzw eigentlich ganz nett reingekommen.
00:33:43: und dann schaute der Herr Hayat zu seinen Studenten und sagte, hör mal kannst du bitte die ersten zwei Phrasen aus dem Armstein vorsingen?
00:33:51: Und dann hat er der Student das gemacht und da hat er mich ganz tief in den Augen angeschaut und sagte singe sie genauso wie ihn.
00:33:58: nach habe ich das getan und ich war auch so ein bisschen irritiert oder verwirrt eher, weil ich nicht dachte dass dein großer Unterschied ist.
00:34:07: scheinbar gab es aber einen.
00:34:09: Weil er mich dann nochmal so tief in den Augen anschaut und sagte wenn sie so gut singen können warum haben Sie davor so doof gesungen?
00:34:17: Und das war auch der Moment wo ich angefangen habe zu heulen weil ich das einfach alles viel zu überfordern fand dass da jemand so großzügig mit einem Komplementen umging.
00:34:29: Und das war eben mein erstes Kennenlernen mit ihm und auch ein Erlebnis, was ich glaube, ich nie vergessen werde.
00:34:35: Weil es für mich dann nochmal so bestärkend war.
00:34:39: Man hatte klar von so vielen Leuten gehört ja die Stimme ist hammer und die is schön und was weiß ich noch?
00:34:46: Aber immer wenn es eine eine Außenstehende Person quasi ist also jemand den du nicht unbedingt kennst, mit dem nicht unbedingt jeden Tag sprichst oder den Du nicht jede Woche in der Musik wird trist Dann fühlt es sich noch mal viel größer an.
00:34:59: Und vor allem, wenn das dann eine Autorität in der Serie
00:35:11: ist.".
00:35:22: aber doch eine mit vielen Hürden und Hindernissen.
00:35:26: Du sitzt mir hier gegenüber, kommst sehr entspannt und offen rüber gibts mir sogar das Gefühl dass wir uns schon lange kennen was definitiv nicht stimmt und sagst ich hatte lange Zeit das Gefühl ich bin von allem zu viel so intellektuell zu laut zu dick zu dies zu das.
00:35:42: du hast dich also schon als Außenseiter gefühlt.
00:35:46: Ja, also definitiv als Außenseiter nicht mal eine Art von... Also ganz klassisch eher.
00:35:52: Ich war ein dickerer Junge und ich wollte nicht Fußball mitspielen und ich dachte immer können wir nicht über unsere Gefühle reden?
00:36:04: Nein!
00:36:05: Also ich wollte eigentlich ja immer über Unterrichtsstoffen und interessante historische Fakten die wir im Unterricht gelernt haben mich unterhalten und alle dachten sich so Können wir nicht über Autos oder Frauen sprechen und so was?
00:36:15: Und ich dachte mir, warum das denn.
00:36:20: Es ist eine lange Reise gewesen und es wird sie bestimmt noch weiterhin sein zu lernen, zu akzeptieren dass man gut ist wie man ist.
00:36:32: Vielleicht nur ein Beispiel du hast mir erzählt, dass du den Schwimmunterricht in der Schule wirklich gehasst hast.
00:36:37: Oh ja
00:36:39: also ich fand den Schwimmenunterricht ab traummäßig.
00:36:43: Nicht weil meine Mitschüler Böse zu mir gewesen sind, also mindestens ich aktiv.
00:36:49: Aber wenn man ein Leben lang mit dem Stigma aufwächst du bist zu dick und alle dir immer sagen Du musst mehr Sport treiben und weniger essen und weniger einfach vom PC sitzen Dann entwickelt man ein gewisses Bild von sich selber Und dann geht man da als popentierender junger Menschen in Schwimmunterricht.
00:37:13: Alle anderen scheinen sich wohl in ihrem Körper zu fühlen.
00:37:16: Mittlerweile weiß ich, dass das auch nicht stimmt und dass sie sich mindestens so erbärmlich gefühlt haben wie ich aber nicht nur gezeigt habe.
00:37:24: Und ich dachte mir ja, ich kann schon an eure Blicke erkennen, dass ihr denkt Boah der ist aber schon ein praller Oschi.
00:37:33: Also und auch die Tarsache zu sehen, dass da andere irgendwie zehn, elf, drei, zehn Bahngeschwammen haben drei oder fünf schaffen wollte, es macht etwas mit einem und das ist nicht unbedingt positiv.
00:37:49: Wie bist du damit umgegangen?
00:37:50: Mit solchen Situationen?
00:37:51: hattest du eine Strategie, um das irgendwie besser zu ertragen?
00:37:55: Die Strategie war einfach durch!
00:37:58: wie ein Ochse durchmarschieren und sich nichts anmerken lassen.
00:38:02: Also einfach weiterhin laut, dick und intellektuell oder ich finde Intellektuell ist das falsche Wort.
00:38:09: Ich bin ja nicht wirklich intellektuel.
00:38:11: Ich habe noch nicht einen Studium abgeschlossen schlau oder was weiß ich aufgeweckt zu sein Und mein Ding treiben.
00:38:21: und irgendwann groove man sich ein in das Leben zu seiner Persönlichkeit und seine Stärken, auch zu seinen Schwächen.
00:38:31: Und lernt mit diese umzugehen und sie umzupolen oder auch zu verwerten... ...und jetzt kann ich sagen dass ich doch ein Stück weit glücklicher bin wenn nicht ein Zwei-Stücke weit glücklich habe mit dem was und wer ich bin und wie ich das mache.
00:38:46: Wie war das aber damals, als es eben noch nicht so leicht war oder noch ein bisschen drin gesteckt hast?
00:38:52: Welche Rolle hat da dein Hintergrund als vulgarischer Bauernjunge gespielt.
00:38:56: Hast du dich manchmal vielleicht auch rassistisch diskriminiert gefühlt?
00:38:59: Ich würde es nicht unbedingt als Rassistiskriminiert bezeichnen.
00:39:03: Bezeichnen also niemand kam zu mir und meinte Du Kanaken Junge gehst zurück in einem Land Und dann gesagt er weiß sie nicht Aber eine gewisse Isolation hat schon geherrscht, nicht wahr?
00:39:17: Man war eben nie vollständig Teil des Teams.
00:39:20: Also man war anwesend und man konnte die Sprache und man war irgendwie so ein bisschen in der Community eingepfercht.
00:39:29: aber trotzdem war halt immer die zweite Frage also die erste Anmerkung.
00:39:35: Ah du sprichst aber wund, aber Deutsch einen Satz den ich verabscheue und den ich nicht mehr hören kann Obwohl er immer oder meistens sehr nett gemeint ist, finde ich ihn einfach ein bisschen arrogant.
00:39:48: Weil ja, ich spreche gut Deutsch genauso wie du zum Beispiel Deutsch sprichst.
00:39:51: Natürlich hast du einen kleinen Vorteil, dass du das Muttersprach erlernt hast.
00:39:55: Ich habe die Sprache aber auch erlernten und beherrschte sie jetzt mittlerweile einigermaßen.
00:39:59: in Ordnung würde ich sagen.
00:40:02: Insofern... fühlt man sich isoliert, einsam und ja du sagst jetzt, jetzt bin ich ein bisschen reifer und kann damit besser umgehen.
00:40:10: Damals war ich das nicht und deshalb hat man einfach sehr viele negativen Emotionen und Gedanken über sich feinerlicht und die begleiten dann einem und man hat dann plötzlich das Gefühl Ja!
00:40:23: Ich bin einen schlechterer Mensch als die anderen und ja ich bin hässlicher als die Anderen Ich bin zu viel und soll mich zurückhalten.
00:40:30: Und vielleicht mögen mich einfach die Leute nicht, weil ich so komisch und anders
00:40:36: bin.".
00:40:36: Das hat ja auch dazu geführt dass sich eine ziemlich dicke depressive Episode hingelegt habe während der Pandemie aus der ich dann glücklicherweise durch Therapie hinauswandte
00:40:47: Durch Therapie und was dir, glaube ich sicher auch geholfen hat.
00:40:50: Das war eben wirklich deine Gesangskarriere die klassische Musik Die Oper.
00:40:56: du sagst nämlich die haben hier wirklich eine ganze Welt eröffnet und dass sich darüber Bescheid weiß Darüber sprechen kann.
00:41:01: Teil davon bin das kompensiert auf gewisse Weise auch mein Anderssein.
00:41:06: Wie genau meinst Du das?
00:41:08: Genau eigentlich wie gesagt habe dadurch dass man eine Welt der Musik und der Literatur.
00:41:18: Opa ist ja Musiktheater, also es werden... Es ist interdisziplinär!
00:41:23: Man hat die Musik, man hat das Theater quasi als Darstellungskunst, aber auch die Dylirik, die Delichtung und die Sprache.
00:41:32: Und darüber kann man einfach so viel über die Welt lernen.
00:41:35: Also man genießt dann passiv wenn soweit ist quasi eine humanistische Bildung, wenn man so will und wenn man dann in den richtigen Kreise kommt wo die Leute sowas schätzen und mögen und lieben.
00:41:47: Dann kann man sagen ach ja wollen wir uns doch nicht über die Darstellung von Kunst in den Meistersingern von Nürnberg von Wagen unterhalten oder über die Tatsache das wäre die in seinem Naboku die Juden einen ganz großen Chor gibt oder sowas.
00:42:06: Das kommt dann quasi als kleiner Nebeneffekt.
00:42:09: Zumindest bei mir ist es ein Nebeneeffekt von dem gewesen, was ich denn immer gemacht habe oder sozusagen musizieren.
00:42:14: und das Musizieren bietet auch so viele kleine Welten, in denen man reintauchen kann, indem man eine andere Person ist und wo man dann von der Depression und vom Naja-Selbst hast, auch ein bisschen entfernt ist.
00:42:29: Um weiterzukommen... Bei all dem, was du ja schon erreicht hast und das ist ganz schön viel willst du.
00:42:35: Das hast du uns auch schon gesagt jetzt eben an einer Musikhochschule studieren.
00:42:39: Es ist auf der logischen nächste Schritt.
00:42:41: Hast im vergangenen Jahr tatsächlich einen Anlauf genommen, die Aufnahmeprüfung in Frankfurt mitgemacht, wo du ja den Professor hast uns eben erzählt kennengelernt hast.
00:42:50: Du hast super Bewertungen bekommen beim Gesangen ganz toll abgeschnitten leider bei der Theorie, bei der Gehörbildungsprüfung aber ein Blackout gehabt und das war ziemlich schlimm für dich?
00:43:02: Ja, ziemlich schlimm!
00:43:03: Das trifft es eigentlich fast gar nicht.
00:43:06: Es war glaube ich bis da hat wurde schlimmste Tag meines Lebens.
00:43:13: Man muss sich vorstellen, ich war in Frankfurt.
00:43:15: Ich war mit meiner Mutter.
00:43:17: Ich habe am Vortag vorgesungen zwei Runden und ich hatte ganz, ganz tolle Rückmeldungen von der Jury bekommen und... ...ich war mir schon ein bisschen siegessicher!
00:43:27: Und das darf man sich eben nie sein.
00:43:29: Am nächsten Tag kam ich ja nochmal in die Hochschule und hab dein Klavier vorgespielt.
00:43:33: Das lief auch ziemlich glatt.
00:43:35: Und dann kamen die Zeit theoretische Prüfungen Die Tonsatzprüfung, wo man beweisen kann dass man nicht nur Noten lesen kann sondern auch ein paar Akkorde aneinander reihen kann damit sie Sinn ergeben.
00:43:43: musik theoretisch und die Befürchtete Gehörbildungsprüfungen bei der ich ja durchgefallen bin.
00:43:52: Klar!
00:43:53: Ich glaube es war auch ein bisschen meine eigene Dummheit und auch ehrgeiz das sich dann zwei zwei-stündige Prüfungen hintereinander schreiben wollte.
00:44:03: Ich dachte mir, also hast du hier schon Abi geschrieben?
00:44:04: Das wird schon kein Problem sein!
00:44:06: Doch es war ein Problem.
00:44:08: Ich kam aus einem Prüfung heraus und ich dachte mir ja okay mäßig, das hast du jetzt hoffentlich geschafft.
00:44:14: Da war ich noch ziemlich munter, konnte ich noch diese Werte von letzten Tag ausreiten.
00:44:21: Und dann saß ich in dem Raum wo die Gehörbelungsprüfung stattfand und da kam der Dozent rein Er setzte sich vor das Klavier und hat dann angefangen, Intervalle und Tonleitern und Akkorden zu spielen.
00:44:34: Und ich kam da noch irgendwie mit oder habe versucht mitzukommen und dachte okay... Das wird schon irgendwie!
00:44:40: Und da kam halt eben die längere Diktaten von Tonreihen und von Melodien und Abschriften von irgendwelchen Aufnahmen, die man da gehört hat.
00:44:51: Da merkte ich, ich bin überfordert.
00:44:53: Ich höre zwar etwas aber ich kann es nicht aufschreiben.
00:44:56: Mir fällt gerade das Obstraktionsvermögen und ich bin eben die Person, wenn ich merke, dass sich ein bisschen was falsch geht.
00:45:05: Dann habe ich das Gefühl, dass die ganze Welt um mich herum stürzt.
00:45:09: Einstürzt!
00:45:10: Und so eingeführt ich da auch in Frankfurt als ich in diesem Raum saß und ich mir dachte du hast null Komma nix auf diesen Blatt geschrieben Was wird passieren?
00:45:21: Und dann kam es auch zu Ende der Prüfung.
00:45:25: Ich hab dieses Blatt komplett oder fast leer abgegeben und ich dachte mir okay das war es jetzt mit der gesangskarriere jetzt kannst du kannst du einpacken und irgendwie was anderes vielleicht machen.
00:45:37: oder also das habe ich natürlich dann nicht gedacht.
00:45:39: Ich dachte mir einfach, ich bin jetzt gerade tief traurig und das hat mir man auch angemerkt.
00:45:45: Ich gehe dann raus und ich sage zu meiner Mutter ok lass uns dann nach Hause ein paar Mitbewerber getroffen, mit denen ich mich schon quasi ein bisschen angefrorenernt hatte am Vortag und die fragten ja wie lief es?
00:45:55: Und ich war so... Ja also ich glaube ich werde dieses Jahr nicht studieren.
00:46:00: Und tatsächlich war es eben so dass ich dieses Jahr nie studieren gegangen bin oder letztes Jahr eigentlich nicht studierend gegangen bin.
00:46:06: Aber du hast dich zum Glück ja nicht davon entmutigen lassen.
00:46:09: Nein!
00:46:10: Ich habe einfach auf dem Weg nach Hause wieder mit meiner Mutter im EC hier ein bisschen geheult.
00:46:15: Die Leute sahen dann ein bisschen be kümmert aus, ich hab dann mit dem Professor her telefoniert der meinte beruhigen sie sich und erkennen Sie zuerst an was Sie geschafft haben in der Gesangsprüfung.
00:46:28: Also, Sie sind ja nicht durchgefallen weil Sie kein guter Sänger sind.
00:46:31: Sie haben ja sehr, sehr gute Zweiundzwanzig von Fünfundzwanzichtpunkten ersungen die möglich sind diese Prüfung so.
00:46:38: Sie sind mit Glanz und Glorier dadurch gegangen das andere können Sie nachholen.
00:46:42: also lassen Sie sich nicht abschrecken.
00:46:44: Und ich war dann Trotzdem abgeschreckt und war so drei Monate erst mal wieder hier noch da.
00:46:52: Und hab dann überlegt, vielleicht studiere ich doch Altgrieche oder was weiß ich?
00:46:56: Oder Germanistik oder Betriebswirtschaft und lass das jetzt mit dem Singen sein.
00:47:04: Das konnte ich aber einfach nicht!
00:47:07: Du konntest das nicht und du nehmst, dass sagen wir jetzt in aller Kürze.
00:47:10: In diesem Sommer den nächsten Anlauf.
00:47:13: uns rennten ein bisschen die Zeit weg.
00:47:14: ich wollte aber noch von dir wissen.
00:47:17: Du hast ja schon einen Auftritt als Bassolist hingelegt.
00:47:20: Das war in einem Mozart-Requiem.
00:47:23: was war das für'n Gefühl?
00:47:24: relativ kurz bitte?
00:47:27: Sehr sehr sehr komisches Gefühl weil es einerseits extrem positiv war.
00:47:32: Ich durfte endlich als Solist, als eigenständiger Sänger vor Leute auftreten.
00:47:37: Aber auch zu einstüchtern weil da dreihundert Leute waren und auch ein Orchester und einen Dirigent und ein Chor von denen.
00:47:43: ich dachte das ist nämlich gerade sehr verurteilen.
00:47:46: Das haben sie natürlich nicht getan aber das Gefühl hatte ich
00:47:48: schon Und dann hat es ziemlich gut geklappt.
00:47:53: und aktuell darüber müssen wir noch sprechen bereitest du dich auf eine andere tolle Rolle vor.
00:47:57: Du wirst nämlich den Jesus singen in Bachs berühmter Johannes Passion.
00:48:01: Was bedeutet dir das?
00:48:03: Für mich ist das eine unglaubliche Ehre, dass ein Sänger meines Grads also kein großer Grad eingeladen wird.
00:48:14: Eine wirkliche Partie... Also es ist eine Partie!
00:48:17: Das ist nicht nur irgendwie das Solo oder die drei Zahlen oder irgendeine Kantate wo man Zirecetative singt sondern da singt man den Jesus.
00:48:27: Und du hast ja sogar einen Stipendium bekommen von der Bachgesellschaft?
00:48:31: Genau, ich bin ein Stipendiat des Bachkures Mönchengladbach.
00:48:37: Für mich auch eine große Ehre, Stephanie Borgenfeld-Mülers die Chorleiterin und Musikdirektorin des Bachkurus Mönchengladbach ist hat das selber in die Wege geleitet als ich hervorgesungen habe und gemeinsam mit ihnen habe ich schon einen sehr tollen Auftritt beim Bachfest in Leipzig gehabt.
00:48:57: Insofern begleitet mich Bachswerk auch wirklich eine Karriere lang.
00:49:02: Rom, wir könnten wirklich stundenlang weiter reden!
00:49:05: Du bist ein sprudelnder Quell an Geschichten und geht aber leider nicht weil unsere Zeit fast um ist.
00:49:10: zum Schluss mit der Bitte wieder um kurze Antwort die Frage was du dir wünschst für die nähere und für die ferne Zukunft?
00:49:16: Für die nähre Zukunft wie gesagt ich möchte dass sich meine Gabberabprüfung bestehe und das sich endlich studieren darf also das was ich möchte.
00:49:24: Und für die fernere Zukunft wünsche ich mir nette Rezensionen bei der Frankfurter allgemeine.
00:49:33: Ruhmen, Marinov Gesangstalent und hoffentlich angehender Opernster!
00:49:37: Ich bin mir ziemlich sicher rum, dass wir noch viel von dir hören werden – dann können wir uns auf die Schulter klopfen.
00:49:43: Wir waren nämlich die Ersten, die dich in einen Podcast geholt haben.
00:49:46: Himmel klar heißt dieser Podcast on air bei uns im DOM Radio alle vierzehn Tage Mittwochs ab neunzehn Uhr Und jederzeit im Netz unter domradio.de, katholisch.de und überall da wo es Podcasts gibt.
00:49:58: Danke dass du da warst.
00:49:59: Dank für die Einladung.
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