#299 Olga Jabs – Wie eine junge Frau an Krisen gewachsen ist
Shownotes
Katholische Führungskraft, Ex-Krebspatientin, alleinerziehende Mutter: Olga Jabs musste schon viele Widerstände bewältigen. Wie sie am Ende aus schweren Situationen gestärkt hervorgegangen ist, erzählt sie jetzt Hilde Regeniter bei Himmelklar.
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00:00:09: Ich glaube, es hat mir schon damals ein bisschen die Weichen gestellt oder klargemacht.
00:00:13: Was im Leben so richtig wichtig ist und das merken wir gerade wenn's uns nicht gut geht sind Menschen, die uns stützen Beziehungen, die mich stärken.
00:00:22: Deswegen war mir schon klar ich war auch davor so im Studium wohnt noch sehr in einem Hamster-Laufrad Erfolg getrimmt und hatte auch viele Erfolge bis dahin.
00:00:34: Und so ein bisschen aber schon, dass ich mich viel an Leistungen untergebnissen gemessen habe.
00:00:38: Und diese Erfahrung von Krankheit und dann ist Leistung einfach mal gar kein Thema.
00:00:41: es gibt nur ein ganz bestimmendes Thema für die Zeit der Behandlung mit alles um einen Fokus.
00:00:47: Dann zu merken okay was hilft mir denn da jetzt?
00:00:49: Also mir hilft eigentlich nicht das sich so tolle Noten im Studium irgendwie hatte oder irgendwelche Leistungen erzielt hab.
00:00:57: Herzlich willkommen zur Himmelklar.
00:00:59: Neue Folge, neue Hoffnungsgeschichte!
00:01:02: Host bin ich Hilde Regenita und die Frau, die mir hier gegenüber sitzt.
00:01:06: Die ist wirklich ein gutes Beispiel wie man sich eben nicht von Krankheit und Krise kleinkriegen lässt.
00:01:12: Herzlich Willkommen Olga Japs, toll dass du da bist.
00:01:15: Hallo liebe Hildepin, danke für die Einladung.
00:01:18: Ja, du bist eine weibliche Führungskraft bei einem katholischen Arbeitgeber.
00:01:22: Du leitest nämlich den Bereich Kommunikation und Marketing bei der Malteser Wohnen- und Pflege GGMBH einerseits Und andererseits bist du Mutter zwei ja noch recht kleiner Kinder sechs und neun Jahre alt Und zwar seit anderthalb Jahren alleinerziehend und außerdem bist du eine geheilte Krebspatientin.
00:01:41: Mit Mitte zwanzig warst du an Brustkrebs erkrankt, hast Operationen gehabt, ne Chemo gemacht aber die Krankheit am Ende besiegt.
00:01:49: Heute sagst Du ich habe aus den Krisen in meinem Leben auch viel Kraft gezogen und kenne mich heute besser Überall.
00:01:55: das wollen wir reden.
00:01:56: Aber bevor wir ins Detail gehen stelle ich Dir jetzt erstmal drei Fragen.
00:02:00: Die erste was glaubst Du?
00:02:03: Ich glaube an Menschen.
00:02:05: Ich glaube daran, dass wir alle wachsen wollen und uns entwickeln wollen und das wir die Welt so zu einem guten Ort machen.
00:02:12: Was liebst du?
00:02:14: Aus tiefstem Herzen und über alles meine Kinder!
00:02:17: Was hoffst Du?
00:02:19: Ich hoffe, dass ich ihnen starke Wurzeln mitgebe und einen gesunden Selbstwert damit sie später die beste Version ihres selbst sein können Und ja, damit auch irgendwie resilient und gestärktes Leben gehen können.
00:02:34: Das ist mir echt wichtig!
00:02:35: Olga,
00:02:43: du bist vom Fach.
00:02:55: Du weißt natürlich als Kommunikationsleiterin der Malteser Pflegeeinrichtung in Deutschland wie das geht und gut Geschichten an die Leute bringen.
00:03:03: Aber dass du jetzt hier sitzt und deine ganz persönliche Geschichte erzählt, das ist noch mal was ganz anderes.
00:03:10: Du hast auch tatsächlich erstmal darüber nachdenken müssen ob du das wirklich willst und dann hast du ja gesagt zum Glück sag ich weil du damit bestimmt anderen Mut machen kannst Denn das womit wir jetzt einsteigen, dass ist etwas, was sich niemand wünscht.
00:03:26: Dass in deinem Leben aber sehr früh Wirklichkeit geworden ist.
00:03:29: Du hast die Diagnose Krebs bekommen.
00:03:32: Rustkrebs.
00:03:33: Mitte zwanzig warst du da und standest mitten im Masterstudium.
00:03:37: Wie erinnerst du den Moment als du das erfahren hast?
00:03:42: Ja Das war schon krass.
00:03:45: Also ich mag dazu sagen Das war jetzt nicht so ein ganz plötzliches, aus Heiter um Himmel zu Fonds befunden oder Diagnose.
00:03:54: Sondern ich hab den Knoten selbst getastet und war damals irgendwie schon irritiert und auch besorgt.
00:04:02: Bin dann gleich zu meiner Frauenärztin gegangen, ganz zeitnah.
00:04:06: Und die hat das im Ultraschall angeguckt und war total zuversichtlich, ganz ruhig mit ... Das sieht nach einem gutartigen Knotenaus aus in meinem Alter.
00:04:16: ganz natürlich viele Frauen haben das.
00:04:17: Ich brauche mir gar keine Sorgen machen, ich soll in drei Monaten nochmal wiederkommen und dann gucken wir mal wenn der ein bisschen größer geworden ist.
00:04:22: Dann mag es auch Sinn machen gut durch Artige Knöten zu entfernen aber hat mich da erstmal total beruhigt und so bin ich da auch gegangen.
00:04:31: In diesen drei Monaten waren noch einmal Semesterferien bei mir in der Heimat dann auch nochmal bei meiner anderen Frauenärztin die ich persönlich auch schon ganz lange kenne.
00:04:39: Die hat auch nochmal geschaltet, genaues gleiche gesagt habe mich total beruigt alles sprach für gutartig Und genau, dann gab es einfach quasi noch mehrere Untersuchungen und das war so wie alles gutartig.
00:04:50: Aber ich überweiste ihn doch mal in die Uni-Klinik weil es ein bisschen größer geworden ist.
00:04:53: Dann sollen ihm lieber eine Biopsy machen und stanzen damit wer ganz sicher sein könnte, dass es gut artig ist.
00:04:58: Und dann war's irgendwie erst so wie okay.
00:05:00: wir denken, das war ne Zyster hat sie jetzt eher ledigt und dann kam der Andruf a, wir würden doch lieber nochmal stanze um ganz sicher zu gehen Bis dann irgendwann, also es war so ein bisschen eine DC von drei, vier Monaten.
00:05:12: In der ich schon fast ein bisschen genervt war von so vielen Terminen rund um diesen doch eigentlich nur gutartigen Knoten bis sich dann im Brustzentrum damals an der Uniklinik in Münster vor der Leiterin des Brustrentums Ransas und sie mir dann doch mitgeteilt hat dass das wieder aller Erwartungen leider ein bösartiger Knoton ist.
00:05:29: Das war dann sicher ein Schock, ein erster Schock auf den Entscheidungen folgen mussten.
00:05:34: Wie war das bei dir?
00:05:35: Hast du dich dann gut beraten gefühlt und gedacht ja die Behandlung, die meine Ärztin mir empfiehlt, die mache ich jetzt
00:05:42: Ja, total.
00:05:44: Also auch wenn ich mich heute so daran zurückdenke war das auf jeden Fall eines der guten Dinge in dieser ganzen Phase.
00:05:50: Ich habe mich da sehr schnell sehr sicher in so einem System von Ärzten gefühlt, die ich als total kompetent wahrgenommen habe wirklich auch als sehr empathisch und mich da gut aufgefallen gefühlte.
00:06:00: also ich hatte so richtiges Gefühl Okay, krass!
00:06:02: Das ist jetzt heftig.
00:06:03: Aber die haben mir einen Fahrplan gemacht und der klingt überzeugend und es ist ja alles halber Und jetzt ist irgendwie klar welche Schritte in welchen Zeit abfolgen und ich muss quasi nur diesem Fahrplan folgen so und brav mitmachen.
00:06:17: das war echt ein gutes Gefühl bei all dem schlechten da dran.
00:06:20: Was war der Fahrplan?
00:06:21: So dass übliche OP chemo wie bei vielen Krebserkrankungen
00:06:25: Genau als es zwar erst eine OP in der der Knoten entfernt wurde Dann war irgendwie eine kurze Pause, dass ich das heilen konnte und dann hat ich glaube so drei Wochen danach die Chemo eingesetzt.
00:06:39: Das waren so sechs Zyklen alle drei Wochen Und als das dann rum war, war noch mal eine kurzer Haltungspause und dann gab es nochmal Bestrahlung.
00:06:49: da war ich dann auch jeden Tag über.
00:06:50: Ich weiß nicht mehr genau wie viele Termine das waren, da muss ich jeden Tag zur Uniklinik fahren und dann war das eher so ein halbstündiger, halt stündiges Prozedere, dann war ich auch durch und konnte wieder nach Hause, aber so war halt bei der Behandlungsplan.
00:07:02: Also das ist ja wirklich ein Marathon kein Sprint.
00:07:07: Wie hast du das durchgestanden diese lange Zeit?
00:07:11: Mir hat tatsächlich schon sehr geholfen.
00:07:14: meine Partnerschaft damals, meine Beziehung.
00:07:16: ich war da mit meinem Freund zusammen und wir haben er hat in einem anderen Stadt studiert also eine Fernbeziehung Aber trotzdem quasi die Sicherheit und Vertrautheit, eine Beziehung des Partners im Leben zu haben.
00:07:33: Das war echt gut.
00:07:35: Ja auch einfach so mein Freundeskreis, meine Familie, also irgendwie ... Meine Eltern waren ganz viel da.
00:07:39: Meine Mutter ist irgendwie an jedem Intichemus, waren immer am Donnerstag alle drei Wochen Und sie ist dann immer sozusagen an dem Donnerstag auch gekommen und irgendwie hat begleitet, war dabei direkt sozusagen die ersten paar Tage nach den Chemos.
00:07:54: Es sind immer besonders schlimm, was die Nebenwirkungen angeht und so.
00:07:57: Und dass ich sozusagen da vor allem einfach nie alleine war, um mich möglichst wenig einsam gefühlt habe oder das hat auf jeden Fall geholfen.
00:08:06: Also ich höre daraus, dass du dich eigentlich ganz gut aufgefangen gefühlte in der Zeit.
00:08:11: Du hast es gesagt, du warst damals seit zwei Jahren mit deinem Freund zusammen, deinem späteren Mann?
00:08:18: Und so eine lebensbedrohende Krankheit, die ist ja wirklich ne Bewährungsprobe für jede Beziehung.
00:08:23: Wie war das bei euch?
00:08:27: Also wenn ich so heute daran zurückdenke, war das glaube schon etwas, dass uns sehr eng zusammengeschweißt hat.
00:08:32: also Ich glaub also für mich war das echt irgendwie so in Erfahrung von es war so gut ihn an meiner Seite zu haben.
00:08:40: und Ja, ich glaube es war ein bisschen auch irgendwie So eine Erfahrung von Bonny und Kleid.
00:08:47: Wenn wir das durchgestanden haben, dann kann uns nichts umreißen.
00:08:51: Das war ein krasses Zugeständnis zueinander so.
00:08:55: Wer so jung sowas erlebt, stelle ich mir vor, der geht schon verändert aus dieser Krankheit und aus der Bewältigung dieser Krankheiten hervor.
00:09:03: jetzt im Rückblick doch relativ vieler Jahre.
00:09:07: Was hat das Ganze mit dir gemacht?
00:09:10: Es hat mich auf jeden Fall schon damals sehr jung ins Nachdenken gebracht oder ein bisschen zu der Erkenntnis, was mir wirklich wichtig ist im Leben.
00:09:20: Vor allem auch die Erfahrung so jung schon zu machen und das empfinde ich heute als wertvoll, dass Gesundheit gar keine Selbstverständlichkeit ist sondern ein Privileg.
00:09:30: Also sozusagen gesund zu sein ist einfach geschenkt und es gar nicht selbstverständlich.
00:09:36: Ich glaube, den Wert von Gesundheit bei mir sehr früh sozusagen klargemacht.
00:09:46: Ja, das hängt jetzt damit zusammen.
00:09:47: Du hast deinen Körper tatsächlich dann erfahren als ein der nicht mehr einfach so selbstverständlich funktioniert wie du das wahrscheinlich bis dahin gedacht hattest?
00:09:56: Hast du dich denn in der Folge ich nenne das jetzt mal besser um dich selbst gekümmert?
00:10:01: Also ich habe in der Zeit natürlich schon viele auch mich auseinander gesetzt und irgendwie befasst mit irgendwie noch gesündere Ernährung und welchen Stellenwert Sport im Leben hat.
00:10:13: Ich kann nicht sagen, dass das für den Rest meines Lebens sozusagen nachgehalten hat aber ich erinnere auf jeden Fall zum Beispiel noch so einfach in der Zeit direkt nach der Erkrankung die Monate danach und so die erste Zeit.
00:10:24: Das war eher ein... Also alles, was sonst für einen selbstverständlich ist war so ein völliges Wow!
00:10:29: Ist heute ein toller Tag einfach nur weil es nicht regnet.
00:10:32: So ich gehe hier gerade einfach nur spazieren und die Sonne scheinen Und schon das ist großartig.
00:10:36: jetzt war wirklich so eine Phase oder so eine Erfahrung von einem totalen auch wirklich im positivsten Sinne High Von Einfach Nicht krank sein ist schon so wundervoll.
00:10:46: Also das erinnere ich heute noch als richtiges positive Erlebnis davon.
00:10:51: Und tatsächlich und das ist wichtig, dass wir das hier erzählen.
00:10:54: Hast du dich drei Jahre nach der Erkrankung zu einem Schritt entschieden?
00:10:58: Der manchen bestimmt drastisch vorkommt und ich gebe dir mal als Stichwort Angelina Jolie an die Hand.
00:11:04: Genau also ich habe schon im Zuge der Erkrankungen oder Behandlung sozusagen haben die Ärzte schon früh angesprochen und mir angeraten, dass ich eine Genuntersuchung durchführen lasse Weil einfach die Wahrscheinlichkeit schon sehr hoch ist, wenn man in so jungen Alter einen Brustkrebs erkrankt.
00:11:22: Dass da ein Gendeffekt die Ursache für sein kann und das habe ich dann auch damals gemacht und dann auch erfahren dass ich sozusagen ein Gedeffekt hab.
00:11:32: Das gen heißt BRCA steht für Breast Cancer und Angelina Jolie war damals ein paar Jahre davor sozusagen relativ stark damit in den Medien aufgetreten, weil sie eben den gleichen Gehendeffekt hatte.
00:11:43: Ihre Mutter glaube ich am Brustkrebs auch gestorben ist und sie hat dann damals nicht für eine prophylaktische Mastectomie heißt das also wenn das Brustdrüsengewebe sozusagen entfernt wird entschieden und da gibt es verschiedene Methoden des Wiederaufbaus.
00:11:55: und daher sozusagen kannte ich die Thematik noch so ganz grob Und als dann klar war bei mir, liegt dieser Genedefekt eben auch vor und erhöht das sozusagen Wiedererkrankungsrisiko.
00:12:08: Das konnten wir die humanen Genehmigkeit damals auch ganz gut berechnen.
00:12:10: also irgendwie mein Risiko überhaupt mal im Leben an Brustkrebs zu erkranken mit diesem Genedeffekt lag bei irgendwie über achtzig Prozent was ich einfach dann echt eine krasse Zahl fand und dadurch dass sich so jung schon erkrankt war und dann ja noch viele Lebensjahre vor mir liegen statistisch konnten wir dann so sagen, ja Statiste.
00:12:27: Genau mein Risiko nochmal zu erkranken im Laufe des Lebens lag bei fünfzig Prozent und dann brauchte ich irgendwie schon so noch ein paar.
00:12:34: also drei Jahre von Krankheit jetzt mal überwunden und Reha ist durch und ich komme wieder ein bisschen klar, bringe meinen Studium zu Ende.
00:12:41: Man war dann schon klar genau dass ich mich da irgendwann drinnen kümmern werde dafür zu sorgen das nicht nochmal am Brustkrebs erkrankten werde.
00:12:48: Und dann habe ich eben mit drei Jahren nach der Erkrankung, achtundzwanzig mich für eine beidseitige Mastektomie entschieden.
00:12:54: Mit Wiederaufbau, mit Silikonimplantaten und mich da schlau gemacht.
00:12:58: Mir einen sehr guten Chirurgen gesucht damals.
00:13:01: Dann haben wir schon in Hamburg gelebt und das durchführen lassen und bin damit auch sehr zufrieden mit diesem Schritt.
00:13:08: Hat es dein Körperbild verändert?
00:13:12: Die Mastettomie selber?
00:13:13: meintst du, ganz ehrlich gesagt das oder kann ich wenn jetzt sozusagen Zuhörerinnen zuhören die das irgendwie betrifft.
00:13:20: Das Thema wirklich nur sehr bestärken und positiv berichten von es hat mein Körperbild völlig verbessert.
00:13:27: also wenn man sich da gut informiert und sich den richtigen Arzt sucht und das war in meinem Fall zum Glück so dann kommen da sehr schöne Ergebnisse heraus.
00:13:36: Du hast es gerade schon gesagt kurz nach der Erkrankung da hast du sowas wie Einfach nur nicht krank sein ist schon toll.
00:13:43: Also eine Achtsamkeit, eine Dankbarkeit.
00:13:46: hat die Krankheit womöglich auch deinen Blick auf das Leben an sich noch verändert.
00:13:50: darüber hinaus?
00:13:52: Ich glaube es hat mir irgendwie schon damals so ein bisschen die Weichen gestellt oder klar gemacht was im Leben so richtig wichtig ist und das merken wir gerade wenn's uns nicht gut geht sind Menschen die uns stützen und Beziehungen so die mich stärken.
00:14:09: Deswegen war mir schon klar, ich war auch quasi davor so im Studium.
00:14:13: Schon noch sehr in einem Hamster-Laufrad und irgendwie sehr auf Erfolg getrimmt und hatte auch viele Erfolge bis dahin.
00:14:22: Und ein bisschen aber schon dass ich mich viel an Leistung untergebnissen sozusagen gewertet habe oder gemessen hab oder so Und dieser Erfahrung von Krankheit und dann ist Leistung einfach mal gar kein Thema.
00:14:35: Es gibt nur ein ganz bestimmendes Thema für diese Zeit der Behandlung, alles in einen Fokus.
00:14:41: Und dann zu merken okay was hilft mir denn da jetzt?
00:14:44: Also mir hilft eigentlich nicht dass ich so tolle Noten im Studium irgendwie hatte oder irgendwelche Leistungen erzielt habe.
00:14:49: Das ist gerade total irrelevant.
00:14:50: Da war mir schon klar das glaube ich so irgendwie rein beruflich karriereorientiertes Leben zu führen oder so für mich nicht die Erfüllung sein wird später.
00:14:59: Auf jeden Fall hat die Krebsgeschichte dich und deinen Partner sozusagen auch dazu gezwungen, euch um was zu kümmern, was uns vielleicht noch ein bisschen Zeit gehabt hätte.
00:15:08: Nämlich eurem Kinderwunsch?
00:15:10: War euch das denn klar dass ihr zusammen einen Kind haben wolltet damals schon?
00:15:15: Ja also und zwar glaube ich so als die Frage sozusagen aufkam war uns zumindest klar, dass wir uns die Chance darauf nicht sozusagen verwehren wollen oder alle empfohlenen Maßnahmen und Schritte gehen wollen um uns da die Möglichkeiten sozusagen auf Recht zu erhalten.
00:15:32: Und vielleicht der Hintergrund ist einfach nach Chemotherapie, sind die Chance auf natürlichem Wege schwanger zu werden, einfach gemindert dadurch dass die Chemotherapien auch sehr auf die Fortflangsungsorgane sozusagen die Eierstöcke... den Schaden zufügen kann.
00:15:49: Und so, das heißt die Ärzte haben uns damals schon beraten mit ja wenn sie Familie planen dann denken Sie bitte nicht zu spät dran und kümmern sich frühzeitig drum und so für uns war das bis dahin.
00:15:59: hatten wir da jetzt nicht so konkret darüber gesprochen weil es einfach mit der zwanzig nach zwei Jahren Beziehung auch nicht so ansteht.
00:16:04: bei bei uns zumindest nicht bei dem meisten ja auch nicht.
00:16:07: aber und zwar dann irgendwie ziemlich klar ist die Frage aufkommen dass wir uns das nicht verschließen wollen.
00:16:12: zumindest
00:16:13: Olga Japs ist da.
00:16:14: und bei Himmel klar sprechen wir gerade über das Mutterwerden nach überstandener Brustkrebserkrankung.
00:16:20: Es hat doch noch ein bisschen gedauert, du hast dein Studium der Kommunikationswissenschaften erst mal mit Erfolg zu Ende gebracht in Hamburg einen ersten Job angetreten.
00:16:30: Aber ihr seid dann mit ein bisschen medizinischer Nachhilfe doch ziemlich früh Eltern geworden, mit Anfang dreißig.
00:16:37: Und ihr wart damit in eurem Freundeskreis tatsächlich so ziemlich die Ersten und das ziemlich gerne?
00:16:43: Ja total also genau ich war richtig gerne schwanger.
00:16:49: wir haben uns voll gefreut dass das geklappt hat.
00:16:51: das hat sich irgendwie Alles sehr nach richtig und dem richtigen Zeitpunkt angefühlt.
00:16:56: Und die Schwangerschaft verlief zum Glück auch total unkompliziert, und ja das war auf jeden Fall eine echt schöne Wonnezeit.
00:17:03: dann auch als unser Sohn da war.
00:17:06: Also der Sohn war dann geboren.
00:17:09: hast du das so als ein kleines Wunder wahrgenommen?
00:17:12: Nach alledem was ihr ja schon zusammen durchgemacht hattet
00:17:15: Ehrlich gesagt, jetzt nicht so sehr.
00:17:17: Ich glaube zurückblickend war mir das auch fast so wichtig, dass nicht mehr als nötig Hof zu stilisieren.
00:17:23: Also ich finde und habe es damals irgendwie empfunden von jede Schwangerschaft und jede Geburt ist ein Wunder.
00:17:28: Und meine war da kein größeres Wunder als andere.
00:17:33: So, da war die Brustkrebserkrankung fünf Jahre her.
00:17:36: Das hat sich so dann mit dreißig ... Da haben sie fünf Jahre lang angefühlt.
00:17:40: Gefühlt war das schon sehr ... Ja, das war damals krass.
00:17:43: Das ist jetzt abgeschlossen und zum Glück haben alle anderen Wünsche und der Kinderwunsch danach auch erfüllt.
00:17:51: Aber viel mehr hab ich damit gar nicht verbunden.
00:17:53: Da war schon der Fokus.
00:17:54: Ich glaub, da ging's mir wie jeder jungen Mutter erst mal um, ja, da ist ein Baby da, wow!
00:17:59: Hammer.
00:18:01: Du hast mir erzählt, dass für dich anders als bei vielen anderen Jungen Müttern, die am Anfang dann doch ganz schön gestresst sind.
00:18:09: Dass für dich aber diese erste Zeit des Mutterseins in Elternzeit so eine richtig gute war.
00:18:14: Du hast dich sogar sehr frei gefühlt!
00:18:17: Was hast du in dieser Zeit so genossen?
00:18:19: Also ich habe das irgendwie ... Genau, sozusagen sehr selbstbestimmte Zeit empfunden.
00:18:24: Ich weiß es klingt ein bisschen merkwürdig weil natürlich ist man völlig fremd bestimmt durch quasi ein Baby das Bedürfnisse hat die irgendwie unkontrollierbar sind.
00:18:32: aber unser Sohn war irgendwie auch echt einfach ein super dankbares und gutes Anfänger-Baby.
00:18:37: so Und so nach den ersten Wochen und Monaten mit ein bisschen die Routine reinkommen, ich glaube wirklich geholfen hat auch so ein bisschen dass sich freier vielleicht war als viele andere Mütter.
00:18:48: Dass ich einfach gar nicht stillen konnte.
00:18:50: also es war keine Option.
00:18:51: von daher war klar quasi die sonst üblichen und bekannten Stillproblematiken, die da so auftauchen können.
00:18:58: Vielleicht am Anfang gab es einfach nicht, hat von vornherein das Flaschen bekommen und so Milchpulver anrühren und so ist einfach... Das kriegt jeder hin!
00:19:07: Und das kriegen auch die Pappers ganz wundervoll hin.
00:19:09: Von daher war da schon mal total hilfreich, dass wir uns davon anfangen auch gut aufteilen konnten und zum Beispiel auch die Nächte geteilt haben und so.
00:19:18: Da hatte ich glaube ich mehr Freiräume dadurch allein schon als Die meisten anderen Mütter, die stellen.
00:19:25: Ihr habt euch die Nächte geteilt?
00:19:26: Hast du gerade schon erzählt wie war das ansonsten so Stichwort Hausarbeit Kehrarbeit Wie habt ihr das so untereinander aufgeteilt?
00:19:36: In dieser ersten Elternzeit war das schon sehr klassisch traditionell ein bisschen aufgeteilt.
00:19:41: Ich habe einen Jahr Elternzeit gemacht, mein Mann hat zwei Monate genommen und das war dann auch kein Ende.
00:19:48: Am Anfang hatte er irgendwie frei, ich glaube es war Urlaub oder gar nicht mehr so direkt nach der Geburt.
00:19:52: Und später zum Ende der Elternzeit zwei Monate haben wir eine große Reise gemacht in Südafrika und Mauritius.
00:19:58: Das war ein großes Abenteuer.
00:19:59: Aber rein von der Kehrarbeit in dieser Elternzeit selbstverständlich gemacht und sozusagen mit dem Baby zu Hause.
00:20:10: Und das lief auch gut, also sozusagen ich habe ja nicht gearbeitet und das Baby hat sich gut damit kombinieren lassen vereinbaren lassen und ich hatte immer noch viele Freiräume und es hat sich auch einrichten lassen von ich hatte ja Phasen für mich und wenn ich gesagt hab ich möchte aber zweimal die Woche weiß nicht zum Sport gehen um irgendwie wieder fit zu werden Und mein Körper nach Schwangerschaft und Geburt auch irgendwie wieder so einen Umgang damit zu finden, wie ich ihn mag.
00:20:38: Und mich um mich zu kümmern.
00:20:39: Das war ja auch möglich dank des Flaschens und nicht der Stillverantwortung.
00:20:47: Ja von daher habe ich das als total gute Zeit empfunden und auch dieses Mehr an Kehrarbeit irgendwie total selbstverständlich angenommen.
00:20:55: In der Elternzeit hat sich das stimmig angefühlt.
00:20:59: Als euer Sohn ein Jahr alt war, habt ihr dann Hamburg verlassen.
00:21:02: seit nach Düsseldorf gezogen.
00:21:03: Dein Mann hatte da ein gutes Job angeboten und auch du hast deinen Job bei den Maltesern gefunden.
00:21:10: Und trotz all dieser schönen Erfahrungen mit dem Kleinen und der sich gut entwickelt hat, der mit dir so ganz langsam zusammen die Welt entdeckt hat, trotz aller guten Entwicklungen und trotz dieses guten Gefühls was du ja gerade beschrieben hast, tatsächlich aber dann bei dir ganz langsam... auch so ein Unwohlsein mit der ganz grundsätzlichen Situation eingeschlichen.
00:21:30: Was war da los?
00:21:32: Ja, also für mich war tatsächlich quasi irgendwie so eine große Veränderung und irgendwie so einschneiden das Erlebnis von Wiedereinstieg in den Job, also quasi dann berufstätig sein.
00:21:43: beide arbeiten und es ist ein Kind da.
00:21:47: Das hat echt mein Weltbild Es ist mir wie Schuppen von den Augen gefallen.
00:21:54: Ich habe mich vorher nicht als unimmazipiert verstanden, aber ich hab die Thematik oder die Tragweite nicht gespürt und gesehen selbst im Leben bis ich als Mutter angefangen hab zu arbeiten.
00:22:05: Ich hab das total selbstverständlich auch für mich in Teilzeit gemacht.
00:22:12: weil mir klar war, es geht ja nicht, dass beide weiterhin in Vollzeit arbeiten und sich sonst nichts ändert außer das ein Menschenleben dazu gekommen ist für den man Verantwortung trägt.
00:22:23: Und dann war die Erfahrung irgendwie echt so wie... Oh krass!
00:22:26: Das ist jetzt wirklich wie eine andere Welt als Mutter in Teilzeit zu arbeiten.
00:22:30: Zum Beispiel haben auch aus unserem Bekanntenkreis und Freundeskreis in meiner Wahrnehmung und Erinnerung zumindest so quasi viel mehr in Gesprächen Die die Freunde und so auch einfach das Thema war sozusagen bei meinem Mann.
00:22:44: Hey, wie ist denn der neue Job?
00:22:45: Und was machst du da für Themen?
00:22:47: Wir sind die Kollegen und irgendwie so von bei mir die Fragen, die an mich wirklich gerichtet wurden, ja und wie es bei dir klappt, dass dann mit den Arbeitszeiten und dass du dann auch den kleinen rechtzeitig aus der Kita abholen kannst.
00:22:57: Ist das nicht zu stressig für dich?
00:22:59: Also gefühlt, was ich inhaltlich mache, war gar nicht so relevant.
00:23:05: Es war eher so.
00:23:06: die Frage von passt das denn mit der Elternrolle?
00:23:11: Das war ein unbefriedigendes Erlebnis für mich.
00:23:16: Irgendwas war da nicht mehr so richtig und du hast das aber dann auch in die Hand genommen, du hast deinen Wunsch, die Elternschaft tatsächlich gleichberechtigt zu leben und also auch die Kehrarbeit gerechter aufzuteilen angesprochen und mit deinem Mann besprochen?
00:23:32: Wie hat er das aufgenommen?
00:23:36: Wenn ich es so erinnere in dieser Zeit, wo ich wiedergearbeitet habe im Teilzeit und er wie nach Tüsseldorf gezogen sind.
00:23:45: Er den neuen Drop hatte... war das quasi eher so wie die Thematik.
00:23:49: oder die Problematik ist bei uns ein bisschen ins Leben gestolpert.
00:23:53: Und in den Einzelsituationen haben wir es immer wieder mal besprochen, darüber gesprochen und darin ist ein bisschen der Pfad und Erwachsen von ... Hey ich brauchst Sie eigentlich gleichberechtigter aufgeteilt!
00:24:05: Das waren schon Reibungsprozesse.
00:24:06: aber also wir konnten noch gut miteinander drüber reden und irgendwie auch Konflikte ja auflösen.
00:24:14: und dann hat sich er mit Blick auf dass sozusagen das zweite Kind so ein bisschen.
00:24:21: dann haben sich dann Wege oder Entscheidungen sozusagen ergeben.
00:24:24: Denn ihr habt tatsächlich dann ein zweites Kind erwartet, sehr schön habt euch gefreut und habt euch dann darauf verständigt, dass ihr perspektivisch wirklich beide Vollzeit arbeiten und damit beginnen würdet diese zweite Elternzeit dann eben auch gleicher aufzuteilen als beim ersten Kind?
00:24:41: Dann ist eure Tochter gesund zur Welt gekommen Du bist dieses Mal wirklich deutlich schneller und mit mehr Stunden in den Job zurückgegangen.
00:24:50: Wie hat das funktioniert?
00:24:52: Also, es hat jetzt erstmal ganz gut funktioniert.
00:24:54: Wir haben schon vorher auch bevor ich wieder schwanger war genau so ein bisschen eigentlich vereinbart oder ausgemacht und das wollte er ja auch dass wir die Elternzeit gleicher aufteilen.
00:25:04: Und dann habe ich acht Monate zu Hause und eher sechs Und das hat insofern ganz gut funktioniert, als dass ich dann wieder angefangen habe zu arbeiten.
00:25:13: Erdann ja an Elternzeit war und das glaube ich auch gut machbar war also quasi ein bisschen.
00:25:18: Also was heißt ein bisschen?
00:25:19: Aber schweren kommt hinzu, dass sozusagen sein Start der Elternzeit viel genau mit dem Beginn von Corona zusammen.
00:25:24: Das heißt es war schon alles die Welt um Umbruch und alles ganz wackelig.
00:25:28: aber so ein bisschen die Elternschaft und die Aufteilung angeht hat das für die Phase gut funktioniert.
00:25:35: Dass er dann zu Hause war sich um die Kids gekümmert hat und ich sozusagen arbeiten gegangen bin.
00:25:41: Und als das zweite Kind dann anderthalb war, hast du tatsächlich geschafft was du dir vorgenommen hattest?
00:25:47: Du hast wieder Vollzeit gearbeitet und hast es genossen.
00:25:51: Was hast du daran genossen?
00:25:54: Also ich habe glaube ich hab zum einen genossen so richtig gespürt von.
00:25:58: Das entspricht schon meinem Wunsch also irgendwie auch zu meinem Selbstbild und mein Bild.
00:26:04: Das muss möglich sein in der heutigen Welt, wenn auch ich als Frau sowohl beruflich irgendwie erfüllt sein möchte und darunter verstehe.
00:26:12: Ich möchte in Vollzeit arbeiten und ich habe zwei Kinder im Leben und eine Partnerschaft.
00:26:19: ja dass das überhaupt sozusagen mein Leben so verändern konnte und da erst mal alle Jahr zugesagt haben so
00:26:26: Wie war das jetzt zu Hause?
00:26:28: Kinder Hausarbeit Kehr Arbeit wird es geklappt?
00:26:34: Wir haben das Anfangs schon auch besprochen und wir haben auch ein bisschen umorganisiert.
00:26:39: Wir haben dann für einen bis zwei Nachmittage pro Woche einen Babysetter organisiert, dass sozusagen wieder nicht alle Nachmittagen untereinander abdecken mussten irgendwie die Bringzeiten auch aufgeteilt und über quasi alles Weitere, was dann noch so reinfällt an Kehrarbeit- und Lebensorgan.
00:27:00: Und so haben wir uns vorab nicht so viel Gedanken gemacht sondern ist er unterwegs ein bisschen gelernt und gemerkt sind da auch einfach natürlicherweise an Grenzen gestoßen und haben uns von Fall zu Fall sozusagen daran gearbeitet.
00:27:20: Und ihr wart dann ja wirklich mittendrin in dieser vielzitierten Rush Hour des Lebens.
00:27:25: Zwei kleine Kinder, zwei anspruchsvolle Jobs jetzt in Vollzeit jeweils und dann habt ihr sogar noch eine Wohnung gesucht, gefunden und gekauft.
00:27:33: wer in Deutschland schon mal ne Wohnung gesuchtert weiß was das bedeutet.
00:27:37: aber obwohl ihr das alles ja ziemlich gut hingekriegt hat wurde es dann in eurer Beziehung als paar schwierig.
00:27:44: Jetzt wollen wir hier natürlich keinen Seelen Scripties hinlegen und schon gar nicht stochern in irgendwelchen in Themen Details.
00:27:50: Aber kannst du sagen, was grundsätzlich da schwierig geworden war?
00:27:53: Was nicht mehr gestimmt hat?
00:27:56: Ja ich glaube quasi so.
00:27:57: die Häufigkeit der Situation oder der Fälle von Wir stoßen doch an unsere Grenzen, was so die Vereinbarkeit vom Kehrarbeit und Beruf angeht.
00:28:12: er hat es ein bisschen gezeigt dass wir wie soll ich denn sagen also Dass doch nicht von beiden Seiten gleich stark die Haltung sozusagen da war, wir wollen das auf jeden Fall auch in diesem Modell schaffen.
00:28:25: Also ich weiß auch noch zum Beispiel dass mein Mann auch anfangs so als ich das Thema angesprochen habe den Wunsch geäußert hab schon durchaus gesagt hat ja klar wenn du das so möchtest dann machen wir das und dann finden wir der Wege.
00:28:37: Ich könnte mir auch ein anderes Modell vorstellen aber wenn das dein Bedürfnis ist Dann machen wir es natürlich so.
00:28:45: geharpert hat es dann quasi oft.
00:28:49: Also so wie wenn alles gut war, alle waren gesund und alles funktioniert und so, dann lief's auch gut?
00:28:53: Dann war sozusagen zu mindestens hundert Prozent ausgelastet das System.
00:28:56: aber wann immer irgendwas weggebrochen ist von Kind ist krank und das wird natürlich plötzlich oder die Kita wegen Personalmange geschlossen oder irgendwas also sozusagen Betreuungsstabilität wird wackelig oder so da dann irgendwie eine gleichberechtigte gemeinsame Weg zu Lösungen zu finden.
00:29:14: Das hat die Praxis gezeigt, ist dann doch oft schwierig so, das hat überfordert.
00:29:19: Ihr wolltet auf einmal nicht mehr das Gleiche oder wolltet es vielleicht von Anfang an nicht?
00:29:24: Und es ist dann wirklich so schwierig zwischen euch geworden dass ihr gesagt habt wir müssen was tun Wir machen jetzt eine Paartherapie.
00:29:32: Hast du das als hilfreich empfunden?
00:29:34: Ja auf jeden Fall.
00:29:35: also.
00:29:36: ich fand's vor allem auch damals gut.
00:29:38: der Impulskampf und ihm er hat das sozusagen reingebracht den Gedanken Das fand ich gut, das war auch richtig zu dem Zeitpunkt.
00:29:46: Auch die Parttherapie selber war total hilfreich.
00:29:52: Hilfreich von externen Begleitung eine Brille, eine Perspektive draufzuhaben... die auch viel natürlich vermitteln kann.
00:30:00: Das hat für mich auch irgendwie eine Reflexionsebene sozusagen nochmal eröffnet und reingebracht, irgendwie auch so eine Tiefe für mich mit Fragen auseinanderzusetzen oder auch die einzelnen Situationen so zu beleuchten.
00:30:10: jetzt nicht nur aus meiner Scheuklappenbrille von hier ich habe aber da sehr viele Zahn-Tigers da und ich muss mich jetzt hier durchsetzen oder so sondern schon da auch noch mal irgendwie einen Raum zu schaffen.
00:30:22: für okay ist es nochmal rausgesuhmt und mal drüber nachgedacht.
00:30:27: Worte der Bartherapeutin nochmal im Kopf, so wie ist es denn wirklich oder war ich da jetzt wirklich so?
00:30:32: War das jetzt wirklich die Glücks herangehensweise oder auch Situationen von ihm noch ein bisschen mit Leitfragen zu beleuchten.
00:30:39: Das hat mir voll geholfen.
00:30:41: Also das klingt für mich total reflektiert und... Es klingt für mich auch so, als hättet ihr wirklich um eure Ehe gekämpft.
00:30:49: Also trotz akuten Zeitmangels.
00:30:51: Man muss sich mal vorstellen, ihr hattet all diese Dinge, um die ihr euch kümmern müsst und dann musstet ihr auch noch diese Therapiestunden möglich machen und die Zeit suchen über die Probleme zu sprechen und das zu verhandeln, euch damit auseinanderzusetzen.
00:31:06: Und all das über ein ziemlich langen Zeitraum.
00:31:09: Drei Jahre waren das glaube ich ne?
00:31:11: Genau!
00:31:13: hat es am Ende leider nicht das gewünschte Ziel gebracht, ihr seid am Ende trotzdem auseinandergegangen.
00:31:21: Und obwohl ihr ja irgendwie doch alles richtig gemacht hattet – so klingt es jedenfalls!
00:31:26: Wie schlimm war das dann für dich als das klar war?
00:31:29: Es ist jetzt so wir schaffen's nicht.
00:31:32: Also auch da ... Ja also im Moment war schon echt schlimm.
00:31:36: Auch da haben sozusagen diese Zeit der Parti-Rapie total geholfen und waren wertvoll Weil sich natürlich auch in diesen drei Jahren quasi vieles entwickelt hat und die Beziehung sozusagen sich verändert hat.
00:31:50: Für mich hat diese Parttherapie irgendwie die Zeit, mir Zeit gegeben, mich ein bisschen auf alle Optionen, auf alle Varianten vorzubereiten.
00:32:00: also ich habe mich zu dem Zeitpunkt das kam jetzt auch nicht so dann völlig aus heiterem Himmel.
00:32:06: Das heißt ich hatte schon auch ein bisschen Zeit mehr Gedanken zu machen, mich auch auszutrauschen Im Fall der Fälle, wenn es dazu kommt.
00:32:17: Was mache ich denn dann?
00:32:18: Wie stehe ich da zu?
00:32:19: was sind irgendwie meine Optionen?
00:32:20: dass sich nicht so völlig hilflos als es soweit war nicht so das ist mit dem Boden unter den Füßen weggerissen hat sondern das war quasi über lange Zeit vorher pö-a-pö passiert und Da war viel trauer und viel so.
00:32:31: aber über einen langen zeitraum und mit begleitung Und das war schon glaube ich sehr gut dafür dass wir uns dann am ende einfach auch Gut trennen konnten.
00:32:41: Ihr hattet ja vorher als Paar wirklich viel zusammen durchgestanden und was das ja erzählt, wie euch die Krankheit.
00:32:47: Da wart ihr natürlich viel jünger noch wirklich zusammengeschweißt habt und ihr habt es geschafft und ihr seid Eltern geworden und habt das genossen Und trotzdem hat's dann am Ende nicht gereicht als paar weiterzumachen.
00:33:00: Das ist traurig!
00:33:02: Das ist für alle Beteiligten traurige.
00:33:03: und da waren dann ja die Kinder.
00:33:06: Welche Rolle haben auch die Kinder bei euren Überlegungen gespielt?
00:33:10: Also bei meinen Überlegungen, glaube ich waren die Kinder der Hauptgrund weshalb ich mich bis zum Schluss nicht hätte trennen können.
00:33:19: Da war so ganz tief ein Glaubenssatz verankert.
00:33:21: von einer Trennung ist auf jeden Fall das allerschlimmste alle Ausgänge für die Kinder.
00:33:26: und weil es bei uns jetzt sozusagen auch in diesen Jahren der Ehe-Krise nie so war dass wir uns lautstark vor den Kindern gestritten haben oder irgendwie die Teller geflogen sind oder so habe ich immer gedacht ne so lange ist quasi noch irgendwie Und gut geht, kriegen wir das irgendwie gerettet.
00:33:43: Ich wollte auf jeden Fall auch dieses Projekt wie jedes andere zu einem erfolgreichen Ende bringen und die Kinder waren dafür der Hauptgrund so.
00:33:51: Es ist dann aber klar war, so geht es nicht.
00:33:54: Wir schaffen es als Paar nicht.
00:33:56: da hast du gesagt, die Kinder bleiben bei mir.
00:34:00: Warum?
00:34:01: Ja, das waren wir damals dann eigentlich schon sehr klar.
00:34:05: Wir haben in der Zeit dieser Parttherapie und der Hauptgrund für die Ehekrise und auch für die Trennung am Ende war ein nicht-deckungsgleiches Verständnis von gleichberechtigter Eltern schafft.
00:34:19: Und quasi so die Alternative also dass meine Kinder jetzt beim Vater leben und ich sie nur wenig sehe.
00:34:27: Das war mir klar, dass es jetzt auf gar keinen Fall will.
00:34:29: Und ansonsten so die Option eines Wechselmodells, also die Hälfte der Zeit bei mir.
00:34:33: Die Hälfe der Zeit beim ihrem Vater.
00:34:36: Das kam für mich auch einfach nicht in Frage weil mir ja klar war wir sind ja schon an der Praxis gescheitert von gleichberechtigter Eltern schafft.
00:34:43: wenn man es jetzt getrennt Fifty-Fifty machen wollte dann irgendwie war überhaupt nicht klar warum das jetzt nach der Trennung aber plötzlich funktionieren soll.
00:34:52: und Ja, genau die Erfahrung der Jahre davor hat mir einfach gezeigt.
00:34:56: Nee also das was ich darunter verstehe nämlich wirklich auch den Mental Load, die gesamte Kehrarbeit fiftie-fifty verantwortungsvoll aufteilen.
00:35:06: Das habe ich nicht gesehen dass das funktioniert und wollte das deswegen auf gar keinen Fall.
00:35:11: Und so ist es dann auch gekommen?
00:35:12: Die Kinder sind bei dir in der Hauptzeit und du hast noch etwas gemacht.
00:35:18: Vielleicht nicht jeder gemacht hätte.
00:35:20: Du hast gesagt, ich will weiter Vollzeit arbeiten.
00:35:23: Riesen Herausforderungen?
00:35:25: Wie hast du es trotzdem hingekriegt?
00:35:27: Ja vor allem dank eines sehr unterstützenden Arbeitgebers der es mir zum Beispiel ermöglicht ganz viel von zu Hause aus zu arbeiten und das macht es überhaupt nur möglich.
00:35:40: also dass sich sehr kurze Wege habe also auch die Schule und irgendwie die Hobbys der Kinder und so Das ist alles fußläufig bei uns von der Wohnung aus.
00:35:50: Und genau dadurch, dass ich dann nur wenig Fahrzeiten habe zur Arbeit und so ermöglicht das ein sehr komprimiertes Aber zumindest für diese Phase der sozusagen diese Familienphase dieser Intensive überhaupt einer möglichen von sehr viel mobilem Arbeiten und flexiblen Arbeitszeiten und meine Kinder soviel haben wie sie haben möchte im Leben.
00:36:12: Also dein Arbeitgeber unterstützt dich sehr dabei, deine private Situation mit deinem verantwortungsvollen Job den du sehr liebst sagst unter einen Hut zu kriegen.
00:36:22: und überhaupt sagst du dass du froh bist für eine christliche Hilfsorganisation zu arbeiten die bestimmte Werte vertritt.
00:36:29: Welche Werte sind dir da besonders wichtig so wichtig das du sie auch deinen Kindern weitergeben willst?
00:36:34: Auf jeden Fall erfahre ich ganz viel Vertrauen und Unterstützung und so eine Haltung von.
00:36:41: Wir finden immer Lösungen, die für alle Parteien irgendwie gut tragfähig sind und bleiben da quasi im Gespräch.
00:36:52: Und machen Dinge möglich so.
00:36:53: Das möchte ich meinen Kindern schon auf jeden Fall auch mitgeben.
00:36:57: das ist für jede Herausforderung ja Lösung gibt solange wir miteinander in Verbindung bleiben und miteinander daran arbeiten.
00:37:04: Gemeinsam möglich machen, das ist eine tolle wichtige Sache.
00:37:09: Ja, und apropos Werte-und Erziehung.
00:37:11: Du bist jetzt eine Vollzeit arbeitende ja und schon unfreiwillig alleinerziehende Mutter und sagst so wie es jetzt ist?
00:37:19: Es ist aber wirklich besser als in den letzten krisenhaften Zeiten unserer Ehe!
00:37:25: Und das ist mir wichtig meinen Kindern auch ein anderes Rollenbild vorzuleben.
00:37:30: Eins dass mir entspricht was ist das für ein Rollenbild?
00:37:33: Ja, also zum einen vielleicht noch erstmal so dieses und das habe ich wirklich erst seit der Trennung sozusagen erlebt und verstanden.
00:37:41: Das ist glaube ich... Also da bin ich wirklich der festen Überzeugung inzwischen und konnte diesen Glaubenssatz auch ablegen von einer.
00:37:48: Trennungen ist auf jeden Fall das allerschlimmste für die Kinder.
00:37:50: Das glaube ich heute wirklich nicht mehr.
00:37:52: Ich erlebe das jetzt und ich glaube dass es auch wirklich für unsere Kinder ganz wertvoll ist, dass sie irgendwie sehen Mama geht's gut und Papa geht es gut.
00:38:02: Wir leben jetzt nicht mehr alle zusammen in einem Haushalt, aber so glückliche Eltern fördern auch glücklichen Kinder, denen das vorzuleben und dass das nicht nur in einer Ehe oder eine Partnerschaft in einem Haushalt geht oder andersrum sie weiterhin... irgendwie aufwachsen würden unter Spannung, auch wenn da nicht die Teller fliegen.
00:38:23: Natürlich nehmen Kinder das wahr so.
00:38:26: Da bin ich ganz froh und meinem Mann da auch ganz dankbar dass er sich getrennt hat, dass sie nicht zu groß werden sondern ebenso erleben.
00:38:36: Nee es geht doch anders und ist auch gut so.
00:38:39: Und das Rollenbild hast du gefragt danach was ich den vorlebe?
00:38:44: Das ist schon eher noch so.
00:38:45: dieses, das entspricht wirklich sehr einem Selbstverständnis von.
00:38:48: Ich möchte in Vollzeit arbeiten und berufliche Erfüllung finden oder einfach so viel arbeiten, wie ich es möchte.
00:38:54: Und das ist in meinem Fall Vollzeit.
00:38:56: Und möchte meine Kinder in meinem Leben haben und für sie Verantwortung tragen mit ihnen viel teilen und eine enge Beziehung haben.
00:39:07: Dass das möglich ist auch in einer Welt wo das nicht üblich ist.
00:39:10: Das ist glaube ich ein bisschen das Bild was ich Ihnen gerne mitgeben möchte.
00:39:15: Du hast mir auch gesagt, du findest es besonders wichtig für deinen Sohn.
00:39:18: Dass er so von klein auf durch seine Jugend hindurch ein anderes Frauenwelt vorgelebt kommt?
00:39:26: Ja, das stimmt, das habe ich gesagt.
00:39:30: Das finde ich wichtig.
00:39:31: Ich find's für meine Tochter auch wichtig aber ich glaube für meinen Sohn genauso.
00:39:36: Unsere Söhne sind die Männer von später und die Ehemänner von später.
00:39:42: Und ganz vieles ... Von dem, weshalb ich so in Elternschaft gestartet bin wie ich gestartet habe, hat damit zu tun, wie ich groß geworden bin.
00:39:50: Und dass sich überhaupt sozusagen diese Variante oder dieses Bild von ... Nee, rein theoretisch wenn ich möchte Ich könnte auch weiterhin so viel arbeiten wie ich möchte.
00:40:01: Diese Frage hab' ich mir gar nicht gestellt Die hatte ich überhaupt nicht auf den Schirm!
00:40:04: Ich musste erst die Erfahrung, die Negativverfahrung machen Da irgendwie auf quasi eine Unzufriedenheit zu treffen mit mir und dabei erst zu lernen, nee, dieses klassische Roll das stimmt mich überhaupt nicht glücklich.
00:40:16: Daran muss ich was ändern und ich hoffe sehr, dass ich meinen Kindern dadurch, dass sie sehen, dass es bei uns zu Hause anders läuft und auch irgendwie läuft und funktionieren kann.
00:40:26: eher so mit erleben gar nicht.
00:40:28: sowieso muss es sein und so ist es richtig sondern wie immer du's brauchst den haben möchtest so kannst du es dir gestalten.
00:40:34: Und es geht dabei ja jetzt nicht in erster Linie um so ein Ego-Trip.
00:40:38: Ich muss mich auf alle Fälle irgendwie verwirklichen, sondern es geht eigentlich eher um die volle Entfaltung der Persönlichkeit – so verstehe ich das!
00:40:46: Ja, würde ich das auch beschreiben?
00:40:48: Also wirklich einen auch in mich fühlen was die Bedürfnisse sind und danach wegen suchen wie ich sie erfüllen kann und wie ich das möglich machen kann...
00:40:59: Und Persönlichkeit ist ein gutes Stichwort.
00:41:02: Du interessierst dich jetzt auch schon eine ganze Weile genau dafür für Persönlichkeitsentwicklung, das wäre jetzt wirklich nochmal einen eigenen Podcast wert.
00:41:10: Aber was würdest du sagen?
00:41:13: Wie hast du durch die Krisen in deinem Leben also die Krebserkrankung, die ja jetzt zum Glück auch schon länger her ist und für dich jetzt so gefühlt nicht mehr so ne Riesenrolle spielt?
00:41:23: Hör ich raus!
00:41:24: Und zuletzt aber auf das Schalter in deiner Ehe Was hast du durch diese Krisen gelernt?
00:41:30: Was hast Du vielleicht auch für Seiten an Dir zum Besseren hinentwickeln können.
00:41:35: Ich glaube, für mich war es ganz wertvoll die Erfahrung zu machen dass nicht alle Dinge im Leben in meiner Allein-, in meiner Macht und damit auch in meiner Verantwortung liegen.
00:41:50: ja das ist einfach auch andere Menschen und Beteiligte gibt auf die ich nur bedingt Einfluss habe da so ein bisschen die Erfahrung zu machen, ich bin Gestalterin meines Lebens.
00:42:00: Ich verstehe mich auf jeden Fall als solche aber ich habe einfach nicht die Macht über alles.
00:42:05: Manche Dinge passieren einfach und dann ist eher die Kunst weg darin damit einen guten Umgang zu finden und flexibel irgendwie zu sein und gleichzeitig auch loslassen zu dürfen manchmal und vertrauen zu dürfen dass die Dinge schon werden.
00:42:21: Du hast vorher mal gesagt, dass du eben gerne Projekte gehabt hast und die dann auch durchgezogen hast.
00:42:28: Projekten vollenden zum Erfolg führen.
00:42:31: Und wenn ich das jetzt richtig verstehe war auch so ein Lernprozess.
00:42:36: Das Leben ist nicht einfach ein Projekt.
00:42:39: Ja, das ist quasi ein fortwährendes Projekt und wie es verläuft.
00:42:44: Es ist so ein bisschen Ergebnisoffen.
00:42:46: Und mein Job ist es im Projektverlauf irgendwie immer möglichst gut drauf sozusagen zu sein und mit allen Wellen die einem zugeworfen werden irgendwie ja möglichst gut umzugehen und dabei zufrieden zu sein im Grunde.
00:43:01: Natürlich war das alles was du... durchlaufen hast, durchstanden hast und geschafft hast nicht leicht.
00:43:09: Und natürlich wirst du dich auch oft genug überfordert und am Rand deiner Kraft gefühlt haben mutmaßig jetzt einfach mal.
00:43:17: Und ich nehme an das tust du manchmal jetzt wahrscheinlich auch noch weil dein dein Alltag wirklich sehr, sehr anstrengend ist.
00:43:25: Was hat dir geholfen wenn du so am Rand warst?
00:43:30: Ja also ich bin auch heute noch richtig regelmäßig am Rand und drüber hinaus.
00:43:35: Mir hilft zum einen so ein bisschen mit der Zeit, die häufig das ein bisschen erlebe und dieses Leben lebe.
00:43:44: Die Erkenntnis auch so eine Akzeptanz zu ist das nun mal?
00:43:48: Also ja es gibt doch einfach echt richtig, richtig Dovetage auszuhalten.
00:43:59: Und so ein bisschen, genau mir hilft dann einfach irgendwie auch recht zu wissen okay irgendwie gestern war gut heute ist doof morgen ist bestimmt wieder gut und ich kann da schon was zu beitragen aber ich habe nicht alles davon in der hand.
00:44:14: was auch sehr hilft sind Freunde in meinem Leben, also wichtige Menschen bzw.
00:44:23: Bezugspersonen die echt viel stützen.
00:44:26: Also sei es irgendwie mit Gesprächen und zuhören wirklich auch mit anpacken so wenn's notwendig ist Und das ich weiß Es gibt Menschen in meinem leben, die sind da!
00:44:37: Die tragen mich auch und stützen ganz viel.
00:44:40: Das gibt mir super viel Energie und ganz viel Halt.
00:44:44: Würdest
00:44:45: du sagen, so wie euch als Paar damals die Krankheit zusammengeschweißt hat?
00:44:51: So was ist das genannt.
00:44:53: Haben diese Krisen für dich auch bestimmte Freundschaften und Beziehungen dann vertieft dadurch dass ihr sie zusammen durchgestanden habt?
00:45:01: Ja auf jeden Fall lerne ich irgendwie, dass es eher die schwierigen Zeiten im Leben sind die in Beziehungen Tiefe bringen.
00:45:13: Also natürlich feiern wir auch Feste zusammen und wir lachen zusammen, das ist großartig.
00:45:17: Und so aber ein bisschen das was es wirklich tief und verbindlich macht und so ist er ob man auch in schweren Zeiten finde da ist so ob Beziehung und Menschen noch das aushalten.
00:45:29: Hast du denn überhaupt neben deinem fulltime Job unter den beiden Kindern hast Du noch Zeit für Freundschaftspflege?
00:45:35: Es muss halt vereinbar sein und das ist es in den Fällen sozusagen meiner engen Freunde auf jeden Fall.
00:45:43: Das sind meistens einfach befreundete Eltern, also befreündete Familien die auch Kind haben.
00:45:50: Das heißt wir verbringen mit den Kindern gemeinsam Zeit Ausflüge Unternehmungen Urlaube Und auch in der Kinderfreienzeit, die verbringe ich gerne mit den gleichen Freundinnen.
00:46:04: Aber dann eben kinderfrei und mit anderen Themen.
00:46:07: Mit Zeit für quasi tiefe Gespräche und wirkliches Führendein da sein.
00:46:12: Auch Abseits von Kindern.
00:46:14: Hast du als alleinerziehende Mutter noch ein Tipp an Alleinerziehenden?
00:46:20: Was hast Du so gelernt?
00:46:21: wie geht's am besten?
00:46:23: verbindet euch.
00:46:24: Also nicht nur die Alleinerziehenden, auch die Nicht-Alleinerziehende, die Gemeinsame Erziehenden sind sehr hilfreich und sozusagen auch ich spüre das sich dann auf anderen Ebenen oder in anderen Situationen hilfreich für sie bin.
00:46:40: also sozusagen so ein bisschen ein gegenseitiges unterstützen ist total wertvoll zu haben, das habe ich von Anfang an.
00:46:50: Was heißt nicht dem Mut dabei?
00:46:51: Mir war das irgendwie einfach nicht so klar auch nach Hilfe zu fragen wenn man Hilfe braucht und Menschen helfen richtig gerne.
00:46:57: So Eiga unsere gemeinsame Zeit hier bei Himmelklar geht jetzt so langsam auf ihr Ende zu.
00:47:02: zum Schluss möchte ich aber gern noch von dir wissen was du dir wünscht.
00:47:05: erst mal vielleicht für die nähere Zukunft.
00:47:08: Für die Nähere Zukunft wünsche ich mir für mich und meine Kinder dass es uns weiterhin so gut wie bisher gelingt und sozusagen immer besser einfach ein bisschen im Alltag klarzukommen, um die Wellen zu reiten.
00:47:23: Auch auch schwierige Tage und Phasen gut zu überwinden und da quasi in noch mehr Stabilität zu
00:47:32: kommen.".
00:47:34: Und was wünscht du dir für die weiter entfernte Zukunft?
00:47:38: Für die weiter entfernte Zukunft wünsche ich mir, wenn ich mal so vorstelle meine Kinder sind noch ein paar Jahre älter und selbständiger.
00:47:47: Aber da wünsch ich mir wirklich wieder mehr so ein bisschen Musse im Leben.
00:47:52: danach sehne ich mich schon oft einfach so häufiger Momente von.
00:47:58: Ich habe gerade mehr Zeit zur Verfügung als ich sie ultimativ brauche Ja, also danach seh' ich mich irgendwie schon mal einfach so nach richtig.
00:48:05: Da ist mal nichts unverplante Zeit und wir gucken was dann daraus
00:48:11: entsteht.".
00:48:12: Danke Euga dass du da warst!
00:48:14: Und Himmel klar gibt's ja immer Mittwochs ab, neunzehn Uhr im DOMRADIO und jederzeit online unter domradio.de katholisch.de und bald da wo es Podcasts gibt.
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