#311 Beatrice von Weizsäcker – Autorin, Juristin, Katholikin

Shownotes

Dass sie 2020 katholisch geworden ist, war für Beatrice von Weizsäcker eine Herzens- und Seelenentscheidung. Heute fühlt sie sich in der katholischen Kirche zu Hause, liebt die Gemeinschaft speziell im Chor ihrer Gemeinde und die die Sinne ansprechende Liturgie. Dass ihr auch einiges nicht gefällt, wie etwa der Umgang mit gleichgeschlechtlichen Paaren und der Ausschluss von Frauen von Weiheämtern, ändert daran nichts. Papst Leo schätzt sie als mutige Stimme für mehr Menschlichkeit in einer von Männern wie Trump, Putin und Xi dominierten Welt.

Im Alltag schöpft sie Kraft aus Texten des Neuen Testaments und hat nach Büchern über das Vaterunser und die Seligpreisungen jetzt auch eins über die Gleichnisse Jesu geschrieben. ("Eselsbrücken zu Gott - Zehn Gleichnisse, die mich durchs Leben begleiten", erscheint am 14.9.26 bei Herder). Als überzeugte Christin tritt sie in den Sozialen Medien für Werte wie Nächstenliebe und Menschenwürde ein und kritisiert offen Rechtsextremisten. Dass sie dafür viele Hasskommentare erntet, findet sie oft schwer auszuhalten. Aufgeben will sie nicht. Nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt blickt die promovierte Juristin voller Sorge auf die politische Lage in Deutschland. Von ihrer Kirche wünscht sie sich gerade jetzt Beharrlichkeit im Einsatz für christliche Werte.

Im Gespräch mit Hilde Regeniter.

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